Krieg

Neue Welle der Gewalt: 100.000 Syrer flüchten vor Kämpfen im Osten

Nach heftigen Kämpfen zwischen rivalisierenden Islamistengruppen im Osten Syriens sind mehr als 100.000 Menschen nach Oppositionsangaben aus ihrer Heimatprovinz Deir al-Sor geflohen.

Bei den Gefechten hätten Kämpfer der Gruppe Islamischer Staat im Irak und der Levante (Isil) strategische Teile der Region unter ihre Kontrolle gebracht, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Sonntag mit. Die Provinz war in den vergangenen Jahren bereits Schauplatz zahlreicher Gefechte zwischen Regierungstruppen und Rebellen. Derzeit wird sie von einer neuen Welle der Gewalt heimgesucht, weil sich Isil-Kämpfer aus dem Irak heftige Gefechte mit Anhängern der Nusra-Front liefern, die ebenfalls der al-Qaida nahesteht. Allein in den vergangenen zehn Tagen seien bei den Kämpfen etwa 230 Mitglieder der verfeindeten Gruppen ums Leben gekommen, hieß es.

Neben den seit mehr als drei Jahren tobenden Kämpfen zwischen Rebellen und Einheiten von Präsident Baschar al-Assad haben in den vergangenen Monaten die Gefechte zwischen islamistischen Gruppen zugenommen. In dem Bürgerkrieg wurden laut Opposition bislang mehr als 150.000 Menschen getötet.