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Politik II

Thailand: Regierung will Sicherheit auf den Straßen verstärken ++ Jemen: Acht Polizisten sterben bei einem Selbstmordanschlag ++ Schottland: Debatte um Unabhängigkeit ruft Kirche auf den Plan ++ Südsudan: Waffenruhe droht kurz nach Beginn zu scheitern

Regierung will Sicherheit auf den Straßen verstärken

Die thailändische Übergangsregierung hat eine Verbesserung der Sicherheit im Land angekündigt. Mit den Maßnahmen, die nicht näher benannt wurden, sollen Zusammenstöße zwischen den beiden Konfliktparteien im Land verhindert werden, teilte das Sicherheitskomitee der Regierung am Sonntag in einer Erklärung im Fernsehen mit. Am Wochenende hatten Anhänger und Gegner der abgesetzten Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra in Bangkok Kundgebungen abgehalten. Es blieb vergleichsweise ruhig. Am Sonnabend wurden zwei Personen verletzt, als Unbekannte Handgranaten auf den geräumten Amtssitz der Regierungschefin warfen.

Acht Polizisten sterben bei einem Selbstmordanschlag

Ein Selbstmordattentäter hat vor einem Polizeirevier im Süden des Jemen ein mit Sprengstoff beladenes Auto zur Explosion gebracht und dabei acht Polizisten getötet. 17 weitere wurden bei dem Anschlag in der Stadt Mukalla am Sonntag verletzt, wie die Polizei mitteilte. Der Angreifer war demnach an das Polizeirevier herangefahren und hatte einen Streit mit den Polizisten begonnen und versucht, so noch weitere Beamte zu seinem Auto zu locken. Für den Anschlag wurde der jemenitische Ableger der Terrororganisation al-Qaida verantwortlich gemacht, gegen den derzeit eine groß angelegte Offensive der Regierungstruppen läuft.

Debatte um Unabhängigkeit ruft Kirche auf den Plan

Die Debatte über die mögliche Unabhängigkeit Schottlands von Großbritannien hat auch die Kirche auf den Plan gerufen. Der oberste Geistliche der anglikanischen Church of Scotland hat für den 21. September – drei Tage nach dem Referendum – zu einem Versöhnungsgottesdienst eingeladen. Der Streit um die Unabhängigkeit drohe so heftig geführt zu werden, dass Gemeinden und sogar Familien entzweit werden könnten, sagte Referend John Chalmers. „Die Kirche von Schottland als landesweite Kirche ist die richtige, um die Menschen auf den Pfad der Versöhnung zurückzuführen.“

Waffenruhe droht kurz nach Beginn zu scheitern

Die Konfliktparteien im Südsudan haben sich gegenseitig Verstöße gegen die nur zwei Tage zuvor mühsam ausgehandelte Waffenruhe vorgeworfen. Armeesprecher Philip Aguer sagte am Sonntag, seine Streitkräfte seien in dem ölreichen Bundesstaat Unity angegriffen worden. Rebellensprecher Lul Ruai Koang hielt dagegen, die Armee habe die Feuerpause in Unity sowie im Staat Upper Nile verletzt. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig bestätigen. Präsident Salva Kiir und der Rebellenführer Riek Machar hatten am Freitag ein Abkommen unterzeichnet, das auch die Bildung einer Übergangsregierung vorsieht.