Studie

Nur jeder dritte Franzose für einen Verbleib in der EU

Kurz vor der Europawahl erreicht der EU-Frust neue Höhen.

Eine länderübergreifende Studie des britischen Meinungsforschungsinstituts YouGov ergab, dass nur 39 Prozent der Briten für einen Verbleib ihres Landes in der EU sind. 38 Prozent würden bei einem Referendum dagegen stimmen. Die Übrigen haben dazu keine Meinung, oder würden an der Abstimmung nicht teilnehmen.

Die repräsentative YouGov-Studie zeigt, dass die EU-Ablehnung in einer anderen Nation noch größer ist: In Frankreich, Gründungsmitglied und Kerngebiet der EU, würden nur 34 Prozent der Befragten bei einem Referendum für einen Verbleib der Grande Nation in der EU stimmen. Ein Drittel würde „non“ ankreuzen. Im Kontrast zu diesen beiden Partnerländern zeigen sich die Deutschen in der Studie als relativ EU-freundlich. Immerhin 57 Prozent der Befragten wollen in der Union bleiben, nur 23 Prozent lehnen das ab.

Neben den drei größten EU-Staaten, Deutschland, Frankreich und Großbritannien, untersuchte die Studie auch die drei nordischen EU-Mitglieder Dänemark, Schweden und Finnland. Deren Bevölkerungen liegen bezüglich der Einstellung zu einem EU-Austritt etwa zwischen dem Niveau der Deutschen und dem der Franzosen und Briten. Etwa jeder Zweite würde hier bei einem Referendum für einen Verbleib in der Europäischen Union stimmen.

Für die repräsentative Studie befragte das britische Meinungsforschungsinstitut YouGov jeweils zwischen 1000 und 3000 erwachsene Bürger in den beteiligten Staaten.

Aus der Studie lässt sich insgesamt schließen, dass die Deutschen verglichen mit den Partnerländern noch am meisten für die EU übrig haben. Vielleicht liegt es auch daran, dass durch die brummende Wirtschaft mehr Deutsche als Briten und Franzosen am Ende des Monats etwas übrig haben.