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Politik II

Nordkorea: Staatschef Kim befördert engen Vertrauten ++ Indien: Aufständische töten zehn Dorfbewohner ++ Israel: Festschreibung jüdischer Werte stößt auf Protest ++ Türkei: Armenischer Erzbischof besucht Erdogan

Staatschef Kim befördert engen Vertrauten

Nordkoreas Staatschef Kim Jong-un hat einen engen Vertrauten auf einen Schlüsselposten im kommunistischen Regime befördert. Demnach ist Hwang Pyong So neuer Leiter des Politischen Büros der Volksarmee, wie die Staatsmedien am Freitag berichteten. Das bedeutet, dass Kim der bisherigen inoffiziellen Nummer zwei im Machtgefüge, Choe Ryong Hae, offenbar den wichtigen Posten entzogen hat. Hwang hat den Berichten zufolge in seiner Funktion als Büroleiter bei einem Bankett zum 1. Mai eine Rede gehalten.

Aufständische töten zehn Dorfbewohner

Aufständische haben in Assam im Nordosten Indiens zehn Menschen in verschiedenen Dörfern erschossen. Die Täter seien Mitglieder einer verbotenen militanten Gruppe der Volksgruppe der Bodo, die für einen eigenen Bundesstaat kämpft, sagte der örtliche Polizeichef. Alle getöteten waren Muslime. In Assam kommt es immer wieder zu blutigen Unruhen zwischen alteingesessenen Bevölkerungsgruppen und muslimischen Einwanderern, die meistens aus Bangladesch stammen.

Festschreibung jüdischer Werte stößt auf Protest

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu ist mit seiner Forderung nach Anerkennung Israels als jüdischem Staat nach den Palästinensern nun auch bei seinen Mitstreitern auf Widerstand gestoßen. Israels Unterhändlerin mit den Palästinensern, Justizministerin Tzipi Livni, kündigte Widerstand gegen eine von Netanjahu vorgeschlagene Festschreibung des jüdischen Charakters Israels in einem Grundgesetz an. Sie werde keine Schwächung der demokratischen Werte und deren Unterordnung unter jüdische Werte zulassen.

Armenischer Erzbischof besucht Erdogan

Das geistliche Oberhaupt der rund 80.000 Armenier in der Türkei hat die jüngste Beileidserklärung des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan zu den Armenier-Massakern im Ersten Weltkrieg gewürdigt und weitere Schritte der Annäherung angeregt. Nach einem Gespräch mit Erdogan sagte Erzbischof Aram Atesyan nach Medienberichten vom Freitag, Erdogans Erklärung sei ein Friedenszeichen wie ein Ölzweig gewesen.