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Schwieriges Verhältnis: DGB-Chef und Ex-Kanzler bleiben unversöhnlich ++ Krankenversicherung: Patientenschützer wollen sich in Ausschuss klagen

DGB-Chef und Ex-Kanzler bleiben unversöhnlich

Auch der nahende eigene Ruhestand versöhnt den scheidenden DGB-Vorsitzenden Michael Sommer nicht mit der Politik des früheren SPD-Kanzlers Gerhard Schröder. Zwar kämen sie beide aus kleinen Verhältnissen, sagte Sommer dem „Spiegel“. Über ein Gespräch mit Schröder auf der Terrasse der Kanzlerwohnung berichtete er: „Wir haben den ganzen Abend nur über unsere Mütter geredet und darüber, wie sie sich für uns krummgelegt haben. Nur folgte nichts Verbindendes daraus.“ Das Verhältnis zu Schröder sei schwierig gewesen, so Sommer. Er habe dem Ex-Kanzler deshalb nicht zum 70. Geburtstag gratuliert – „ich habe da so viel Persönliches erlebt“.

Patientenschützer wollen sich in Ausschuss klagen

Die Stiftung Patientenschutz will sich durch eine Klage gegen die Bundesrepublik Deutschland einen Platz im sogenannten Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) verschaffen, der über die Leistungen für gesetzlich Krankenversicherte entscheidet. Das Bundesgesundheitsministerium habe einen entsprechenden Antrag abgelehnt, sagte deren Vorstand Eugen Brysch am Sonntag. Deshalb habe die Stiftung Klage beim Sozialgericht Düsseldorf eingereicht. Nach Angaben Bryschs nahm das Gericht die Klage an. Der Gemeinsame Bundesausschuss ist das oberste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen.