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Türkei: Kritik an Justiz am Jahrestag der Christenmorde ++ Jemen: Bangen um die deutsche Geisel ++ USA: FBI hat Verteidiger im 9/11-Prozess bespitzelt ++ Pakistan: Frauen-Islamschule benennt Bibliothek nach Bin Laden ++ Israel: Zugang zu Tempelberg eingeschränkt

Kritik an Justiz am Jahrestag der Christenmorde

Zum Jahrestag der Christenmorde von Malatya ist am Freitag Kritik an der Freilassung der Verdächtigen laut geworden. Der Generalsekretär des Verbandes Protestantischer Kirchen, Umut Sahin, forderte einen Abschluss des Strafprozesses. Der deutsche Missionar Tilman Geske und zwei türkische Protestanten wurden am 18. April 2007 in Malatya von Nationalisten ermordet.

Bangen um die deutsche Geisel

Das Geiseldrama um einen Deutschen im Jemen spitzt sich weiter zu. Jemenitische Medien meldeten am Freitag, der Gesundheitszustand des an Lungenkrebs erkrankten Mannes habe sich in den vergangenen Tagen verschlechtert. Der Entführer hatte in der vergangenen Woche gedroht, er werde den etwa 60 Jahre alten Mann aus Sachsen-Anhalt an die Terroristen verkaufen.

FBI hat Verteidiger im 9/11-Prozess bespitzelt

Die Verteidiger der fünf Drahtzieher der Terroranschläge vom 11. September 2001 wurden möglicherweise von FBI-Agenten bespitzelt. Sie beantragten vor dem Sondergericht auf der US-Militärbasis Guantánamo auf Kuba eine Anhörung von mehreren Geheimdienstmitarbeitern, wie James Connell am Mittwochabend mitteilte. Der Anwalt vertritt den Angeklagten Ali Abdel Asis Ali.

Frauen-Islamschule benennt Bibliothek nach Bin Laden

Eine Islamschule für Frauen in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad hat ihre kleine Bibliothek nach dem getöteten Al-Qaida-Chef Osama Bin Laden umbenannt. Auf einem kleinen gedruckten Schild oberhalb der Bibliothekstür steht Bin Ladens Name und der Vermerk „Märtyrer“. Die Schule gehört zu der vom islamistischen Imam Maulana Abdul Asis geleiteten Roten Moschee.

Zugang zu Tempelberg eingeschränkt

Die Lage am Jerusalemer Tempelberg bleibt während der Kar- und Ostertage angespannt. Israelische Sicherheitskräfte haben den Zugang auf Muslime über 50 Jahren mit einer Jerusalemer Identitätskarte beschränkt. Frauen erhielten Zugang ohne Altersbeschränkung. Am Donnerstag waren sechs Palästinenser unter dem Verdacht verhaftet worden, Steine auf Polizisten geworfen zu haben.