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Frankreich: Regierung will Ausgaben um 50 Milliarden Euro drosseln ++ Jordanien: Kampfflugzeuge zerstören Autos von syrischen Rebellen ++ Nigeria: Militär spricht von noch acht entführten Schülerinnen ++ Israel: Palästinenser werfen Steine auf Gläubige am Tempelberg

Regierung will Ausgaben um 50 Milliarden Euro drosseln

Frankreich will seine öffentlichen Ausgaben bis 2017 um rund 50 Milliarden Euro senken. Dabei sollten die Zentralregierung 18 Milliarden Euro weniger ausgeben und die regionalen Behörden elf Milliarden, sagte der neue Ministerpräsident Manuel Valls am Mittwoch nach einer Kabinettssitzung. Weitere elf Milliarden sollen durch die Kürzung von Sozialausgaben eingespart werden und zehn Milliarden im Gesundheitssystem. Im öffentlichen Dienst sollen zudem die Gehälter eingefroren werden. Das Sparprogramm solle 2015 beginnen und mit der Amtszeit von Präsident François Hollande 2017 auslaufen. „Wir können nicht weiter über unsere Verhältnisse leben“, sagte Valls.

Kampfflugzeuge zerstören Autos von syrischen Rebellen

Jordanische Kampfflugzeuge haben nach offiziellen Angaben mehrere Fahrzeuge beschossen und zerstört, die aus Syrien kommend die Grenze überquerten. „Es gab einen Versuch, mit mehreren Autos über die syrische Grenze nach Jordanien einzudringen“, sagte ein Regierungssprecher am Mittwoch. In Sicherheitskreisen hieß es, es habe sich um syrische Rebellen mit zivilen Fahrzeugen gehandelt, auf denen Maschinengewehre aufmontiert gewesen seien. Die Fahrer hatten nicht gestoppt, als sie von Soldaten an der Grenze zum Anhalten aufgefordert wurden. Ob die Rebellen Schutz vor syrischen Regierungstruppen suchten, war zunächst unklar.

Militär spricht von noch acht entführten Schülerinnen

Das nigerianische Militär hat nach eigenen Angaben nahezu alle Anfang der Woche entführten Schülerinnen befreit. Der Schuldirektor habe bestätigt, das lediglich noch acht Mädchen vermisst würden, teilte ein Sprecher der Streitkräfte am Mittwoch mit. Einer der in die Entführung verwickelten „Terroristen“ sei gefangengenommen worden. Der Sprecher sagte nicht, wie viele Schülerinnen genau befreit wurden. Regierungsvertretern zufolge waren am Montagabend zwischen 50 und 100 Mädchen im Alter von 15 bis 18 Jahren verschleppt worden. Die Entführer sollen sich als Soldaten verkleidet haben. Hinter der Tat wird die radikal-islamischen Sekte Boko Haram vermutet, die weite Teile des Nordostens kontrolliert.

Palästinenser werfen Steine auf Gläubige am Tempelberg

Die Israelische Bereitschaftspolizei ist am Mittwoch in Jerusalem gegen jugendliche Palästinenser vorgegangen, die jüdische Gläubige mit Steinwürfen vom Tempelberg vertreiben wollten. Der Hügel in der Jerusalemer Altstadt, von den Muslimen als das Edle Heiligtum verehrt, gilt in beiden Religionen als heilige Stätte. Polizisten hatten rund 20 Besucher auf den Platz in der Altstadt begleitet, als Palästinenser aus der al-Aksa-Moschee kamen und Steine auf die Gruppe warfen. Daraufhin stürmten Bereitschaftspolizisten auf den Platz und trieben die Steinewerfer unter Einsatz von Blendgranaten auseinander. Nach Angaben von Zeugen feuerte die Polizei auch Tränengasgranaten ab.