Meldungen

PolitikNews II

Jemen: Rebellen wollen Deutschen an al-Qaida ausliefern ++ Irak: Sohn von Kandidatin im Wahlkampf entführt ++ Syrien: Regierungstruppen nehmen wichtige Dörfer ein

Rebellen wollen Deutschen an al-Qaida ausliefern

Die Entführer eines im Jemen verschleppten Deutschen haben der Regierung des Landes ein Ultimatum gesetzt. Sie wollen ihre Geisel an Al-Qaida-Terroristen übergeben, falls ihre Forderungen nicht binnen 24 Stunden erfüllt würden, drohte der Anführer der Entführer, Ali Hareigdan. Er will die Regierung zur Freilassung von zwei Brüdern zwingen, die im Zentralgefängnis in Sanaa sitzen. Der Mann, der nach einem Bericht der „Mitteldeutschen Zeitung“ in Haldensleben lebte und in Sanaa einen Arabischkurs absolvierte, war zuletzt im Wadi Obeida in der Provinz Marib festgehalten worden. Er soll an Lungenkrebs erkrankt sein. Der Mann war Anfang Februar in der Altstadt von Sanaa entführt worden.

Sohn von Kandidatin im Wahlkampf entführt

Terroristen und politische Widersacher versuchen vor der Parlamentswahl im Irak, Wähler und Kandidaten einzuschüchtern. Das Nachrichtenportal „Schafak News“ meldete am Montag, Unbekannte hätten in al-Sab südwestlich von Kirkuk den 20 Jahre alten Sohn der Kandidatin Ieda Mohammed entführt. Mohammed kandidiert für die „Allianz der Araber von Kirkuk“. In Kirkuk waren zuvor Sprengsätze neben Häusern von zwei anderen Kandidaten detoniert. Dabei war eine Frau ums Leben gekommen. Am vergangenen Wochenende misslang ein Attentatsversuch auf Parlamentspräsident Osama al-Nudschaifi. Die Iraker sollen am 30.April ein neues Parlament wählen.

Regierungstruppen nehmen wichtige Dörfer ein

Syrische Regierungstruppen haben zwei Dörfer nördlich der Hauptstadt Damaskus von Rebellen erobert. Die Soldaten hätten zuerst Sarcha besetzt und dann das nahe gelegene Dörfchen Maalula eingenommen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Sana. Auch der libanesische Sender al-Majadin zeigte Bilder, die aus Maalula stammen sollten. Aktivisten bestätigten die Information. Die Einnahme des Dorfes hat für Präsident Baschar al-Assad vor allem symbolischen Wert. Der Ort wird überwiegend von Christen bewohnt – und regierungstreue Kräfte stellen Assad gerne als den Einzigen in Syrien dar, der die unterschiedlichen religiösen Minderheiten im Land schützt.