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Berliner Historiker

Erinnerung Der Berliner Historiker Oliver Janz hat im Hinblick auf den Ersten Weltkrieg eine neue Gedenkkultur gefordert. Dazu gehöre vor allem eine gemeinsame Erinnerung der Europäer, sagte Janz der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Nach der Einschätzung von Janz ist die Erinnerung an den Ersten Weltkrieg in Deutschland und Frankreich noch sehr stark national und damit unterschiedlich ausgeprägt. „Für Frankreich ist der Erste Weltkrieg deshalb so wichtig, weil er ein klarer Sieg und ein gerechter Verteidigungskrieg war“, sagte Janz. In Deutschland dagegen sei der Erste Weltkrieg in der Erinnerung durch den Zweiten Weltkrieg und den Holocaust klar überlagert, sagte der Professor für Neuere Geschichte am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin, der das Buch „14–Der große Krieg“ geschrieben hat.