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Italien: Gewalt bei Protesten gegen Sparkurs in Rom ++ Vereinte Nationen: Iran hält trotz US-Widerstand an UN-Botschafter fest ++ Türkei: Erdogan wirft Twitter Steuerhinterziehung vor ++ Ungarn: Orbans Partei verteidigt Zweidrittel-Mehrheit

Gewalt bei Protesten gegen Sparkurs in Rom

Ein zunächst friedlicher Protest gegen den Sparkurs in Italien ist am Sonnabend in Gewalt umgeschlagen. Nach einem Zug durch die Innenstadt von Rom warfen gewaltbereite Teilnehmer Flaschen, Eier und Feuerwerkskörper auf Polizisten, wie die Behörden mitteilten. Die Polizei setzte Tränengas ein. Ein Fotograf berichtete von mindestens einem durch einen Feuerwerkskörper verletzten Demonstranten. Der Protest richtete sich gegen die hohen Mieten und die Arbeitslosigkeit.

Iran hält trotz US-Widerstand an UN-Botschafter fest

Im Streit um den neuen iranischen UN-Botschafter will Teheran nicht nachgeben. Sein Land werde an dem Kandidaten Hamid Abutalebi festhalten und keine Alternativen präsentieren, sagte der iranische Vizeaußenminister Abbas Araghchi. US-Präsident Barack Obama verweigert Abutalebi die Einreise, weil er 1979 unter den Studenten gewesen sein soll, die die US-Botschaft in Teheran stürmten und rund 50Amerikaner über ein Jahr als Geiseln hielten.

Erdogan wirft Twitter Steuerhinterziehung vor

Der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan hat dem bis vor Kurzem in seinem Land gesperrten Internetdienst Twitter Steuerbetrug vorgeworfen. „Dagegen werden wir vorgehen“, sagte er. Twitter sowie das Netzwerk Facebook und das Portal YouTube bezeichnete er als internationale Unternehmen, die nur aus Profitgründen existierten. Die Regierung hatte den Zugang zu Twitter im März nach dort veröffentlichten Korruptionsvorwürfen gegen Erdogans Umfeld sperren lassen.

Orbans Partei verteidigt Zweidrittel-Mehrheit

Ungarns rechtsnationale Fidesz-Partei verteidigt ihre Zweidrittel-Mehrheit im Parlament. Nach Auszählung von 99,9 Prozent der Stimmen erhält die Partei des umstrittenen Ministerpräsidenten Viktor Orban 133 von 199 Sitzen im Parlament. Das teilte die Nationale Wahlbehörde auf ihrer Internet-Seite mit. Damit kann Fidesz weiterhin im Alleingang die Verfassung ändern. Das endgültige amtliche Endergebnis wird am 25. April bekannt gegeben.