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Nationalsozialismus: Getto-Opfer bekommen künftig mehr Rente ++ Doktorarbeit: Entwicklungsminister Müller dementiert Plagiatsvorwürfe ++ Bundeswehr: Regierung stellt Weichen für Zentralafrika-Mission ++ Italien: Marine greift mehr als 1000 Flüchtlinge auf

Getto-Opfer bekommen künftig mehr Rente

Wer während der Zeit des Nationalsozialismus in einem Getto gearbeitet hat, bekommt künftig mehr Rente: Das Bundeskabinett billigte den Gesetzentwurf von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) zu den sogenannten Getto-Renten. Die Neuregelung wird es allen Berechtigten ermöglichen, ihre Rente, die auf Beschäftigungszeiten in einem Getto beruht, rückwirkend vom 1. Juli 1997 an zu beziehen. Das war ursprünglich nur bei bis Juni 2003 gestellten Rentenanträgen möglich.

Entwicklungsminister Müller dementiert Plagiatsvorwürfe

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat die Vorwürfe eines Plagiatsjägers gegen seine Doktorarbeit zurückgewiesen. „Die Vorwürfe sind nicht nachvollziehbar“, sagte eine Ministeriumssprecherin. Die Doktorarbeit mit dem Titel „Die Junge Union Bayern und ihr Beitrag zur politischen Jugend- und Erwachsenenbildung“ hatte Müller 1987 bei der Universität Regensburg eingereicht. Plagiatsjäger Martin Heidingsfelder wirft dem Minister handwerkliche Fehler in seiner Doktorarbeit vor.

Regierung stellt Weichen für Zentralafrika-Mission

Die Bundesregierung hat die Weichen für den Zentralafrika-Einsatz der Bundeswehr gestellt. Das Kabinett beschloss einen Mandatsantrag, der die Entsendung von bis zu 80 deutschen Soldaten vorsieht. Sie sollen im Rahmen der Überbrückungsmission EUFOR RCA den Einsatz von Soldaten der Afrikanischen Union in dem Bürgerkriegsland unterstützen. Regierungssprecher Steffen Seibert sprach von einer dramatischen humanitären Lage in dem Land.

Marine greift mehr als 1000 Flüchtlinge auf

Die italienische Marine hat binnen 24Stunden mehr als tausend Flüchtlinge im Mittelmeer aufgegriffen. Die Einwanderer seien in drei Booten von einem Hubschrauber und einer Drohne gesichtet worden, teilte die Marine mit. Sie wurden von Schiffen aufgegriffen und nach Italien gebracht. Unter den 1049 Flüchtlingen seien 151Frauen und 91 Kinder gewesen. Jeden Monat versuchen Tausende Menschen über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen.