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Türkei: Videoportal YouTube bleibt weiterhin gesperrt ++ Großbritannien: Assange sieht Merkel bei Datenschutz in Führungsrolle ++ Ägypten: Mindestens 18 Tote bei Stammeskämpfen ++ Vatikan: Staatspräsidentin von Liberia beim Papst ++ Thailand: Regierungsanhänger gehen auf die Straße

Videoportal YouTube bleibt weiterhin gesperrt

Das Videoportal YouTube bleibt für Internetnutzer in der Türkei vorerst weiter blockiert. Zwar hatte ein Gericht in der Hauptstadt Ankara am Freitag zunächst die Aufhebung der Sperre verfügt, doch legte die Staatsanwaltschaft erfolgreich Widerspruch ein, wie der Sender CNN Türk am Sonnabend berichtete. YouTube und der Kurznachrichtendienst Twitter sind dem konservativen türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan seit längerem ein Dorn im Auge.

Assange sieht Merkel bei Datenschutz in Führungsrolle

Der Internetaktivist Julian Assange sieht Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in einer Führungsrolle beim Kampf gegen die Überwachungsprogramme des US-Geheimdienstes NSA. „Deutschland hat ein sehr hohes Niveau beim Datenschutz und wird hoffentlich einen Standard setzen“, sagte Assange dem „Focus“. Der Wikileaks-Gründer glaubt, dass Merkel beim Streben nach mehr digitaler Unabhängigkeit von den Vereinigten Staaten „die Führung in Europa“ übernommen habe.

Mindestens 18 Tote bei Stammeskämpfen

Bei Kämpfen zwischen rivalisierenden Stämmen im Süden Ägyptens sind Berichten zufolge mindestens 18 Menschen getötet worden. Die Auseinandersetzungen in der Stadt Aswan hätten am Samstag bis in die frühen Morgenstunden gedauert, berichtete die staatliche Zeitung „Al Ahram“ im Internet. Die Ursache der Streitigkeiten, die mit automatischen Waffen ausgetragen wurden, blieb zunächst unklar. Um weitere Gewalt zu verhindern, wurden Sicherheitskräfte in das Gebiet entsandt.

Staatspräsidentin von Liberia beim Papst

Die Staatspräsidentin von Liberia und Friedensnobelpreisträgerin Ellen Johnson Sirleaf ist am Samstag mit Papst Franziskus im Vatikan zusammengetroffen. Die Unterredung im Apostolischen Palast dauerte rund 15 Minuten. Im Mittelpunkt standen dem Vernehmen nach die aktuelle Lage im Westen Afrikas sowie die Situation von Frauen in den afrikanischen Gesellschaften. Die Präsidentin wurde 2011 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Regierungsanhänger gehen auf die Straße

In Thailand haben sich am Sonnabend Tausende Anhänger von Premierministerin Yingluck Shinawatra zu einer Demonstration versammelt. Die sogenannten Rothemden wollen mit einer dreitägigen Kundgebung ein Signal der Unterstützung für Yingluck geben, deren Rücktritt seit Monaten von der oppositionellen Protestbewegung verlangt wird. Die Veranstaltung der Regierungsanhänger findet am Westrand der Hauptstadt Bangkok statt.