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Doppelpass: Scholz und Kauder verteidigen Kompromiss ++ Großbritannien: Erste Homo-Ehen in England und Wales geschlossen ++ USA: Obama verteidigt Verzicht auf Militäreinsatz in Syrien

Scholz und Kauder verteidigen Kompromiss

Spitzenpolitiker der großen Koalition verteidigen den Doppelpass-Kompromiss gegen Kritik auch aus den eigenen Reihen. „Das ist eine gelungene Lösung“, sagte der stellvertretende SPD-Vorsitzende Olaf Scholz. Damit entfalle die Optionspflicht für fast alle, die sich bisher in jungen Jahren entscheiden mussten zwischen ihrer Staatsbürgerschaft und der ihrer Eltern. Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) sagte dem „Focus“: „Mit der Regelung geht die Gesellschaft einen großen Schritt auf die Bürger mit ausländischen Wurzeln zu.“

Erste Homo-Ehen in England und Wales geschlossen

Dutzende schwule und lesbische Paare haben sich in der Nacht zum Sonnabend in vielen Städten von England und Wales das Jawort gegeben. Die britische Regierung hatte 2013 den Weg für die Eheschließung von Homosexuellen frei gemacht. Seit dem 29. März haben Homosexuelle das gesetzlich verankerte Recht, Ehen zu schließen. Zuvor gab es in England und Wales nur eine „Civil Partnership“ für gleichgeschlechtliche Partner – eine eingetragene Partnerschaft mit vollen Rechten. Das Recht zur formellen Eheschließung wird von der Homosexuellen-Community nach jahrelangem Kampf aber als hoher ideeller Wert angesehen.

Obama verteidigt Verzicht auf Militäreinsatz in Syrien

US-Präsident Barack Obama hat die Entscheidung seiner Regierung vom vergangenen Jahr, nicht militärisch in den Syrien-Konflikt einzugreifen, verteidigt. Es sei falsch anzunehmen, dass die USA in der Lage gewesen seien, mit „ein paar gezielten Angriffen“ das Elend in Syrien zu verhindern, sagte er in einem Interview dem US-Sender CBS. Es sei nicht so, dass sich ein Militärschlag gegen die syrische Führung unter Präsident Baschar al-Assad nicht lohne, sagte Obama. Doch die USA hätten „nach einem Jahrzehnt des Krieges“ einfach ihre Grenzen erreicht.