Dienstwagen

Neuer 5er-BMW für Ex-Bischof Tebartz-van Elst

Im Bistum Limburg sieht sich der Apostolische Administrator Manfred Grothe wenige Tage nach dem Rücktritt des früheren Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst mit neuen Problemen konfrontiert.

Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet, wurde für Tebartz-van Elst ohne Wissen der Bistumsleitung noch im Januar ein neuer Dienstwagen bestellt. Damals war der Bischof bereits seit zwei Monaten vom Papst mit einer „Auszeit“ belegt und damit von der Bistumsleitung entbunden.

Der 5er-BMW mit Sonderausstattung der Oberklasse soll voraussichtlich im Mai ausgeliefert werden. Weder der damalige Generalvikar Wolfgang Rösch, der an Tebartz-van Elsts Stelle das Bistum leitete, noch die Finanzverwaltung hätten von diesem Vorgang gewusst, sagte Bistumssprecher Stefan Schnelle der Zeitung.

Erst durch die Anfrage hätten Grothe und Rösch davon erfahren. Offenbar liege dem Auftrag ein Leasingvertrag zugrunde, der in jährlichem Turnus zu erneuern war. „Wir wissen aber bislang nicht exakt, welcher Vertrag der jüngsten Bestellung zugrunde lag und wer ihn unterschrieben hat“, so Schnelle.

Tebartz-van Elst verdiente während seiner Amtszeit das Gehalt eines B8-Beamten. Das entspricht 9602 Euro brutto. „Wir prüfen derzeit, ob und in welcher Höhe der emeritierte Limburger Bischof Anspruch auf Pension hätte“, sagte Schnelle. Er trat auch Berichten entgegen, wonach Tebartz-van Elst drei Jahre lang ein Übergangsgeld beziehen wird. Darüber sei von der Bistumsleitung noch nicht entschieden worden. Es werde „keine Sonderlösungen“ für den früheren Bischof geben, betonte Schnelle, „und schon gar nicht so lang“.

Der Würzburger Bischof Friedhelm Hofmann hält es für ausgeschlossen, dass der zurückgetretene Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst ein neues Bistum erhält. Dies werde nicht gehen, „weil das Vertrauensverhältnis gestört ist“, sagte Hofmann dem „Main-Echo“. Zugleich äußerte er die Hoffnung auf eine neue Aufgabe für Tebartz-van Elst. Vielleicht könne er wieder wissenschaftlich arbeiten, „beispielsweise an einer Universität oder in einem Amt der römischen Kurie“.