Kritik

Dienstwagen von Klaus Wowereit benötigt zu viel Benzin

Rote Karte für Klaus Wowereit (SPD): Der Dienstwagen des Regierenden Bürgermeisters ist nach Ansicht der Deutschen Umwelthilfe übermotorisiert und verbraucht zu viel Sprit.

Wowereits 435 PS starker Benziner verbrauche im Durchschnitt 9,2 Liter auf 100 Kilometer. Der CO2-Ausstoß liege bei 216 Gramm pro Kilometer. Als umweltfreundlich bewertete die Umwelthilfe Autos, die den EU-Zielwert von 130 Gramm einhalten.

Nach der aktuellen Übersicht der Umwelthilfe sind die Dienstwagen deutscher Spitzenpolitiker insgesamt aber sauberer geworden. Erstmals seit acht Jahren sei ein klarer Trend zu sparsameren Fahrzeugen mit weniger CO2-Ausstoß zu erkennen, sagte der Bundesgeschäftsführer der Umwelthilfe, Jürgen Resch, am Mittwoch in Berlin.

Als erster Ministerpräsident bleibe Winfried Kretschmann (Grüne) aus Baden-Württemberg mit einem CO2-Ausstoß von 115 Gramm unterhalb dieser Marke. Neben Wowereit zeigte die Umwelthilfe vier weiteren Landesregierungschefs symbolisch die rote Karte. Die Fahrzeuge von Volker Bouffier (Hessen/CDU) und Hannelore Kraft (Nordrhein-Westfalen/SPD) hätten mehr als 400 PS Leistung, verbrauchten mehr als 9 Liter Sprit auf 100 Kilometern und stießen deutlich über 200 Gramm CO2 pro Kilometer aus. Die Dienstwagen von Horst Seehofer (Bayern/CSU) und Stanislaw Tillich (Sachsen/CDU) kommen auf einen CO2-Ausstoß von je 197 Gramm.

Bei den zehn untersuchten Bundesministern gab es anders als früher keine negativen Ausreißer. Die Autos von Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) und Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) schnitten mit je 169Gramm CO2 pro Kilometer aber relativ schlecht ab.