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Rüge für Timoschenko

Kritik Die Bundesregierung hat die ukrainische Politikerin Julia Timoschenko nach Berichten über Verbalattacken gegen die russische Minderheit im Land gerügt. „Bei aller Opposition zum russischen Vorgehen auf der Krim und bei allen Meinungsverschiedenheiten auch ganz grundsätzlicher Art gibt es natürlich doch Grenzen in Sprache und Denken, die nicht überschritten werden dürfen“, betonte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin. „Gewaltbilder, Gewaltfantasien liegen weit jenseits dieser Grenzen.“ Auch der ukrainische Präsidentschaftskandidat Vitali Klitschko warnte in der „Bild“-Zeitung vor Hass zwischen den Menschen in der Ukraine und Russland.

Telefonat bestätigt Mehrere Medien hatten zuvor über ein abgehörtes Telefongespräch Timoschenkos berichtet, in dem sie gefordert habe, die acht Millionen Russen in der Ukraine mit einer Atombombe auszulöschen. Außerdem soll sie den russischen Präsidenten Wladimir Putin beschimpft und darüber fantasiert haben, ihn zu erschießen. Über den Kurznachrichtendienst Twitter hat Timoschenko das Gespräch bestätigt. Die Aussage über die russische Minderheit sei jedoch manipuliert worden.