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Italien: Mehr als 2100 Migranten innerhalb von 48 Stunden ++ Taiwan: Hunderte Studenten besetzen Parlament ++ Norwegen: Premier Stoltenberg heißer Kandidat für Nato-Spitze ++ USA: NSA horcht auch in die Vergangenheit

Mehr als 2100 Migranten innerhalb von 48 Stunden

Italien erlebt einen Riesenansturm von Flüchtlingen. In kaum mehr als 48 Stunden nahmen italienische Schiffe mehr als 2100 Migranten auf. Sie waren in insgesamt 15 Booten zumeist von Libyen kommend auf dem Weg nach Europa. Auf einem Boot überlebte ein Migrant die gefährliche Überfahrt nicht, er starb an einer Vergiftung durch Benzindämpfe, wie die Marine mitteilte. Die meisten der Migranten sollen aus dem Bürgerkriegsland Syrien stammen.

Hunderte Studenten besetzen Parlament

Aus Protest gegen ein geplantes Handelsabkommen mit China haben etwa 200 Studenten und Aktivisten das Parlament in der taiwanischen Hauptstadt Taipeh besetzt. Sie durchbrachen Absperrungen und verbarrikadierten Zugänge. Der Polizei gelang es zunächst nicht, das Parlament zu räumen. China betrachtet die dem Festland vorgelagerte Insel Taiwan seit der Revolution des Jahres 1949 als abtrünnige Provinz und strebt eine Wiedervereinigung zu seinen Bedingungen an.

Premier Stoltenberg heißer Kandidat für Nato-Spitze

Der frühere norwegische Ministerpräsident Jens Stoltenberg ist nach Medienberichten einer der aussichtsreichsten Kandidaten für das Amt des Nato-Generalsekretärs. Das Mandat des Dänen Anders Fogh Rasmussen endet offiziell am 30. September 2014. Stoltenberg habe Unterstützung aus Deutschland und den USA, berichtete der norwegische Rundfunk. Stoltenberg war 2011 durch sein umsichtiges Handeln nach dem Attentat von Anders Behring Breivik weltweit bekannt geworden.

NSA horcht auch in die Vergangenheit

Die NSA kann offenbar auch in die Vergangenheit horchen: Der US-Geheimdienst verfügt einem Bericht zufolge über die Fähigkeit, alle Telefonate eines ganzen Staates aufzuzeichnen und bis zu einem Monat lang zu speichern. Damit könne die NSA die Telefongespräche rückwirkend belauschen, schreibt die „Washington Post“. Das Blatt stützte sich bei den Recherchen auf Dokumente des früheren US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden.