Militär

Deutschland schickt 20 Soldaten ins Krisenland Somalia

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch einer Beteiligung deutscher Soldaten an einer EU-Ausbildungsmission in Somalia zugestimmt.

Bis zu 20 Soldaten sollen bis Frühjahr 2015 eingesetzt werden, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Es handelt sich um die EU-Ausbildungsmission (EUTM), die bisher in Uganda stationiert war und nun in das Krisenland verlegt wird. Seibert zufolge ist der Einsatz ein Beitrag zur politischen und wirtschaftlichen Entwicklung Somalias. Der Bundestag muss noch zustimmen.

Seit über 20 Jahren herrscht in Somalia Bürgerkrieg. Die islamistische Miliz al-Shabaab kontrolliert weite Teile des Landes und hat in den vergangenen Wochen immer mehr Anschläge in der Hauptstadt Mogadischu verübt. Die Regierung kämpft mit internationaler Hilfe gegen die Islamisten. Anfang März hatte der UN-Sicherheitsrat das Waffenembargo für Somalia nicht verschärft. Dass Gremium beschloss, der Regierung in Mogadischu die Einfuhr leichter Waffen für weitere acht Monate zu erlauben. Für den außenpolitischen Sprecher der Linksfraktion, Jan van Aken, bringt der Einsatz in Somalia die deutschen Soldaten in höchste Gefahr.