Konflikt

Israels Luftwaffe fliegt Angriffe auf Golanhöhen

Die israelische Luftwaffe hat auf den Golanhöhen grenznahe Stellungen der syrischen Armee bombardiert.

Dabei seien ein Soldat getötet und sieben weitere Menschen verletzt worden, teilte die syrische Armee am Mittwoch mit. Israel reagierte nach eigenen Angaben auf einen Bombenanschlag auf eine Militärpatrouille vom Dienstag. Dabei waren vier israelische Militärs, unter ihnen ein Offizier, durch einen ferngezündeten Sprengsatz in der Nähe des Zaunes zwischen Syrien und dem israelisch kontrollierten Gebiet verletzt worden. Angriffsziele seien ein Trainingslager, Hauptquartiere sowie Artilleriestellungen auf dem von Syrien kontrollierten Teil des Golan gewesen, teilte die israelische Armee mit. Nach Informationen arabischer Medien wurden auch Luftabwehrstellungen bombardiert.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte: „Unsere Politik ist eindeutig: Wir greifen jene an, die uns angreifen.“ Israel unternehme zudem alles, um Waffenlieferungen an feindliche Organisationen zu unterbinden, sei es auf See, in der Luft oder zu Lande. „Diese Aktivität wird weitergehen“, sagte der Regierungschef. Syrien bezeichnete die Angriffe als einen Verstoß gegen die Waffenruhe. Sie gefährdeten die Sicherheit in der Region, hieß es in der Erklärung weiter.

Der israelische Verteidigungsminister Mosche Jaalon warnte das Regime von Syriens Präsident Baschar al-Assad. „Wir werden keinerlei Verletzung unserer Souveränität oder Angriffe auf unsere Bürger und Soldaten dulden und entschlossen und in aller Härte gegen jene vorgehen, die uns Schaden zufügen wollen. Und zwar zu jeder Zeit und an jedem Ort, so wie wir es heute Nacht getan haben“, sagte der Minister. Israel hatte die syrischen Golanhöhen 1967 erobert und später annektiert, was international nicht anerkannt ist. Syrien fordert das Gebiet zurück.