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Nahost: Obama fordert von Abbas Zugeständnisse ++ Telefonate: Erdogan stellt Strafanzeige gegen Oppositionschef ++ Technologie: Syrien beschließt Aufbau einer Raumfahrtbehörde ++ Proteste: Thailands Regierung hebt Ausnahmezustand auf ++ Flüchtlinge: Afrikaner stürmen in spanische Exklave Melilla

Obama fordert von Abbas Zugeständnisse

US-Präsident Barack Obama hat den palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas zu Zugeständnissen bei den Friedensverhandlungen mit Israel aufgefordert. Die Palästinenser müssten „schwierige Entscheidungen“ treffen und ein „Risiko“ für den Frieden eingehen, sagte Obama bei einem Treffen in Washington. Vor zwei Wochen hatte der US-Präsident bereits dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu auf ähnliche Weise ins Gewissen geredet.

Erdogan stellt Strafanzeige gegen Oppositionschef

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat Strafanzeige gegen Oppositionschef Kemal Kilicdaroglu gestellt. Die Staatsanwaltschaft in Ankara ermittelt aufgrund der Strafanzeige gegen Kilicdaroglu wegen der Veröffentlichung abgehörter Telefonate Erdogans mit seinem Sohn Bilal. Kilicdaroglu, Chef der CHP, hatte die im Internet aufgetauchten Mitschnitte der Telefonate im Februar in einer öffentlichen Fraktionssitzung abspielen lassen.

Syrien beschließt Aufbau einer Raumfahrtbehörde

Inmitten des Bürgerkriegs hat die syrische Regierung den Aufbau einer Raumfahrtbehörde beschlossen. Das Kabinett gab am Dienstag grünes Licht für das Projekt, wie die amtliche Nachrichtenagentur Sana meldete. Die Regierung von Staatschef Baschar al-Assad hoffe, dass die Weltraumtechnologie zur „Entwicklung“ beitragen könne. Über ein Budget für die Einrichtung wurde nichts bekannt. Es ist fraglich, wie sich der vom Bürgerkrieg ausgebrannte Staat das neue Projekt leisten kann.

Thailands Regierung hebt Ausnahmezustand auf

Thailands Regierung hat den Ausnahmezustand für die Hauptstadt Bangkok sowie einige angrenzende Regionen aufgehoben. Damit reagierte das Kabinett auf den Rückgang der Gewalt. Der Notstand war im Januar verhängt worden, nachdem Anhänger der Opposition wichtige Straßenkreuzungen in Bangkok blockiert und eine Reihe von Regierungsgebäuden besetzt hatten. Die Protestbewegung fordert den Rücktritt der Regierung von Premierministerin Yingluck Shinawatra.

Afrikaner stürmen in spanische Exklave Melilla

Hunderte afrikanische Flüchtlinge sind am Dienstag in die spanische Nordafrika-Exklave Melilla gestürmt. Etwa 500 Afrikaner versuchten, von Marokko aus in einem Massenansturm auf spanisches Gebiet zu gelangen. Mehr als der Hälfte von ihnen gelang es, die Grenzbefestigungen zu überwinden. Die übrigen Flüchtlinge wurden von marokkanischen Sicherheitskräften aufgehalten. Spanien kündigte einen Ausbau der Grenzanlagen an.