Meldungen

PolitikNews

Italien: Silvio Berlusconi will bei Europawahlen kandidieren ++ Russland: Frauen von Pussy Riot erneut von Unbekannten attackiert ++ Lettland: Regierungschefin entlässt rechten Umweltminister ++ Irak: Streit um Gesetzentwurf: Neunjährige sollen heiraten

Silvio Berlusconi will bei Europawahlen kandidieren

Der frühere italienische Regierungschef Silvio Berlusconi will nach Angaben eines Parteifreundes trotz seiner rechtskräftigen Verurteilung bei den Europawahlen im Mai antreten. „Natürlich wird er kandidieren“, sagte Giovanni Toti von der Partei Forza Italia. „Er hat die Forza Italia in allen Wahlen angeführt, ich nehme an, dass er das auch dieses Mal tun wird“, sagte er über den 77 Jahre alten, dreimaligen Regierungschef. Berlusconi war 2013 nach seiner Verurteilung wegen Steuerbetrugs aus dem Senat ausgeschlossen worden.

Frauen von Pussy Riot erneut von Unbekannten attackiert

Maria Aljochina und Nadeschda Tolokonnikowa, die Wortführerinnen der Punkband Pussy Riot, sind in Russland erneut von Unbekannten mit Farbe angegriffen worden. Die Gegnerinnen von Präsident Wladimir Putin hätten bei der Attacke in der Teilrepublik Mordwinien rund 600 Kilometer südöstlich von Moskau gerade in einem Café gesessen, teilte die Künstlergruppe Art Wojna am Freitag mit. „Sie haben mich an den Haaren festgehalten, um mir etwas ins Auge zu spritzen“, sagte Aljochina.

Regierungschefin entlässt rechten Umweltminister

Die lettische Ministerpräsidentin Laimdota Straujuma hat am Freitag ihren Umweltminister entlassen, nachdem dieser seine Teilnahme an einem umstrittenen Gedenkmarsch von Veteranen der Waffen-SS angekündigt hatte. Die Entlassungsurkunde von Einars Cilinskis sollte noch am Abend unterzeichnet werden. Damit solle verhindert werden, dass der rechte Politiker am Sonntag noch als amtierender Minister an dem umstrittenen Marsch durch das Zentrum von Riga teilnimmt.

Streit um Gesetzentwurf: Neunjährige sollen heiraten

Dutzende streng religiöser Frauen haben in Al-Nasirija für ein neues Familienstandsgesetz demonstriert, das die Verheiratung von neunjährigen Mädchen erlaubt. Unter den Demonstrantinnen war auch die Parlamentsabgeordnete der schiitischen Al-Fadhila-Partei, Schaima Abdel Sattar. Sie sagte: „Wir sind heute auf die Straße gegangen, um zu zeigen, dass die Frauen, die in den vergangenen Tagen gegen diesen Gesetzentwurf protestiert hatten, nicht im Namen aller irakischen Frauen sprechen.“