Nahost-Konflikt

Schwerste Raketenangriffe auf Israel seit 2012

Nach den massivsten Raketenangriffen auf Israel seit Ende 2012 und heftigen Vergeltungsschlägen der israelischen Luftwaffe im Gazastreifen war die Lage am Donnerstag weiter explosiv.

Extremisten feuern vier weitere Raketen aus Gaza auf Israel. Durch die vier Geschosse sei am Donnerstag niemand verletzt worden, teilte die israelische Armee mit. Israel reagierte mit Luftangriffen auf 29 Ziele im Gazastreifen. Auch dabei habe es keine Verletzten gegeben, hieß es.

Zu den Angriffen aus dem Gazastreifen bekannte sich die Extremistengruppe Islamischer Dschihad. Der Anführer der Gruppe, Khaled al-Batch, signalisierte, den militärischen Schlagabtausch einstellen zu wollen. Er habe zugestimmt, dass Ägypten zwischen beiden Seiten eine Waffenruhe vermittle, sagte er. Seinen Worten zufolge wollen die Extremisten ihre Angriffe stoppen, wenn auch Israel einer Waffenruhe zustimmt. Jerusalem und Kairo bestätigten diese Darstellung zunächst nicht. Ägypten hatte bereits in der Vergangenheit immer wieder Waffenruhen zwischen beiden Seiten vermittelt. Die Militanten im Gazastreifen begründeten die jüngsten Angriffe damit, dass Israel einen verabredeten Waffenstillstand verletze. Dies schließe auch einen Luftangriff ein, bei dem diese Woche drei Mitglieder der Gruppe Islamischer Dschihad getötet worden seien.

Die am Donnerstag vom Gazastreifen abgefeuerten Geschosse landeten auf Feldern in Israel, sie seien aber weiter in das Land geflogen als die am Mittwoch lancierten Raketen, hieß es. Der Angriff löste in den südisraelischen Städten Aschdod und Aschkelon Luftalarm aus. Am Vortag hatten Militante mehr als 40Raketen auf Israel abgefeuert.