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Afghanistan: Taliban drohen mit neuer Gewaltwelle zur Wahl ++ Iran: Kritik an Ashton wegen Treffen mit Dissidentinnen ++ Israel: Palästinensischer Busbomber zu 25 Jahren Haft verurteilt

Taliban drohen mit neuer Gewaltwelle zur Wahl

Knapp einen Monat vor der wichtigen Präsidentenwahl in Afghanistan haben die radikalislamischen Taliban mit einer Welle von Anschlägen auf Wähler und Wahllokale gedroht. „Wir haben Befehl an unsere Mudschahedin (Gotteskämpfer) gegeben, mit aller Macht die anstehenden Schein-Wahlen zu stören und alle Wahlhelfer, Aktivisten, Sicherheitskräfte und das Wahlpersonal zu attackieren“, erklärten die Aufständischen laut afghanischen Medienberichten vom Montag. Die Präsidentenwahl ist für den 5. April geplant. Das Rennen um das höchste Staatsamt gilt als völlig offen. Amtsinhaber Hamid Karsai darf nicht noch einmal antreten.

Kritik an Ashton wegen Treffen mit Dissidentinnen

Das iranische Außenministerium hat die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton wegen Gesprächen mit Dissidentinnen während ihrer Iran-Reise kritisiert. Laut Außenamtssprecherin Marsie Afcham waren die „inoffiziellen“ Treffen nicht vom Außenministerium koordiniert worden. Sie seien auch der geplanten Verbesserung der Beziehungen zwischen dem Iran und der EU nicht förderlich, erklärte die Sprecherin am Montag laut Nachrichtenagentur Irna. Ashton selbst hatte am Sonntag gesagt, sie habe sich anlässlich des Weltfrauentages mit iranischen Frauen getroffen. Laut der Nachrichtenagentur Fars sprach sie mit Dissidentinnen.

Palästinensischer Busbomber zu 25 Jahren Haft verurteilt

Ein 19-jähriger Palästinenser ist wegen eines Bombenanschlags mit 28 Verletzten auf einen Stadtbus in Tel Aviv zu 25 Jahren Haft verurteilt worden. Mohammed Mafardscha habe gestanden, den Sprengsatz am 21. November 2012 in dem Bus deponiert zu haben, berichtete die Zeitung „Haaretz“ am Montag. Nachdem er ausgestiegen war, hatten Komplizen die Bombe mit Hilfe eines Handys gezündet. Alle Täter sollen zur radikal-islamischen Hamas gehört haben. Der Anschlag war kurz vor dem Inkrafttreten einer Waffenruhe zur Beendigung achttägiger Kämpfe zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen verübt worden.