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Ukrainer in der Charité

Charité Ob die ukrainische Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko wegen ihres Rückenleidens in der Berliner Charité operiert wird, ist weiter offen. Es gebe noch keine Entscheidung, teilte Kliniksprecher Uwe Dolderer mit. Die 53-Jährige liegt seit Freitag in dem Universitätsklinikum. In der Charité sollen darüber hinaus sieben weitere Ukrainer behandelt werden, die bei den Protesten auf dem Maidan in Kiew verletzt wurden. Sie gehören zu einer Gruppe von 24 Verletzten, die nach Angaben des Sanitätsdienstes der Bundeswehr frühestens am Mittwoch nach Deutschland gebracht werden sollen. Zwei der 24 Patienten sollen bei Vivantes in Berlin behandelt werden. Darüber hinaus wollen Bundeswehrkrankenhäuser in Ulm, Koblenz und Berlin die Patienten aus der Ukraine aufnehmen.

Kosten Timoschenko kommt laut Charité selbst für die Behandlungskosten auf. Für die Verletzten vom Maidan wollen Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) Geld bereitstellen. Auch ein ukrainischer Geschäftsmann hilft bei der Finanzierung. Die Höhe der Kosten ist noch nicht genau bezifferbar.