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Grossbritannien: Kinderporno-Verdacht gegen Berater von Premier Cameron ++ Ägypten: Armeechef tritt bei Präsidentenwahl an ++ Türkei: Erdogan fordert Widersacher Gülen zur Rückkehr auf ++ USA: Obama legt neuen Budgetentwurf vor

Kinderporno-Verdacht gegen Berater von Premier Cameron

Ein enger Berater des britischen Premierministers David Cameron ist unter dem Verdacht der Nutzung von Kinderpornografie festgenommen worden. Wie die britische Regierung in der Nacht zum Dienstag in London mitteilte, wurde der 62-jährige Patrick Rock am 13. Februar in seinem Haus festgenommen. Cameron sei sofort umfassend und dann fortlaufend über die Angelegenheit informiert worden. Die Ermittlungen seien im Gange und würden nicht weiter kommentiert, hieß es von Downing Street, dem Sitz des Regierungschefs.

Armeechef tritt bei Präsidentenwahl an

Ägyptens Armeechef Abdel Fattah al-Sissi hat am Dienstag seine Kandidatur bei der Präsidentenwahl angedeutet. Wenn die Mehrheit seine Kandidatur wolle, könne er das nicht ignorieren, sagte der Feldmarschall der staatlichen Nachrichtenagentur Mena zufolge. Es ist die bislang klarste Äußerung al-Sissis zu diesem Thema. Das Land mache schwierige Zeiten durch, sagte er. Nötig seien jetzt die Einheit von Volk, Armee und Polizei. Sissi hatte im Juli den ersten frei gewählten Präsidenten des Landes, den Islamisten Mohammed Mursi, gestürzt. Beobachter sehen gute Chancen für ihn.

Erdogan fordert Widersacher Gülen zur Rückkehr auf

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat seinen in den USA lebenden Widersacher Fetullah Gülen zur Rückkehr in die Heimat aufgefordert. Wenn Gülen Politik machen wolle, solle er eine Partei gründen und sich zur Wahl stellen, sagte Erdogan vor Anhängern seiner islamisch-konservativen AKP in der südöstlichen Provinzhauptstadt Adiyaman. Erdogan und Gülen liefern sich seit Dezember einen Machtkampf, in den auch Polizei und Justiz verwickelt sind. Es geht um Korruption.

Obama legt neuen Budgetentwurf vor

US-Präsident Barack Obama hat einen Haushaltsentwurf mit Milliardeninvestitionen und Steuererleichterungen für die Mittelschicht präsentiert. Der Budgetentwurf mit einem Gesamtvolumen von rund 3,9 Billionen Dollar (umgerechnet 2,8 Billionen Euro) für das Fiskaljahr 2015 trägt den Titel „Chancen für alle“ und erneuert mit Blick auf die Kongresswahlen im Herbst Obamas Versprechen von mehr sozialer Gerechtigkeit. Angesichts des Widerstandes der Republikaner im Kongress hat die Vorlage allerdings praktisch keine Chance, in Gesetzesform gegossen zu werden.