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Israel: Obama fordert Kompromisse im Nahost-Friedensprozess ++ Vereinte Nationen: Ban beklagt Verletzung der Menschenrechte in Syrien ++ Frankreich: Oppositionschef Copé will alle Parteikonten offenlegen ++ Schweiz: EU warnt vor Zuwanderungsquoten ++ Nigeria: Islamistensekte ermordet erneut 80 Menschen

Obama fordert Kompromisse im Nahost-Friedensprozess

US-Präsident Barack Obama hat Israel und die Palästinenser zu Kompromissen bei den Nahost-Friedensverhandlungen aufgerufen. Es stünden schwierige Entscheidungen an und beide Seiten müssten Zugeständnisse machen, sagte Obama am Montag bei einem Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Bis April sollen die Rahmenbedingungen für ein Nahost-Friedensabkommen stehen. Obama gab sich optimistisch: „Es ist immer noch möglich, zwei Staaten zu schaffen“.

Ban beklagt Verletzung der Menschenrechte in Syrien

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat die Konfliktparteien in Syrien zu einem Ende des Krieges aufgerufen und Regierung und Rebellen schwerste Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen. Zum Auftakt der 25. Sitzung des UN-Menschenrechtsrats in Genf sagte Ban, der Menschenrechtsrat habe ebenso wie der Sicherheitsrat eine besondere Verpflichtung, den Krieg zu einem schnellen Ende zu bringen und die Täter zur Verantwortung zu ziehen.

Oppositionschef Copé will alle Parteikonten offenlegen

Der wegen des Verdachts der Begünstigung unter Druck geratene französische Oppositionschef Jean-François Copé hat die Offenlegung aller Parteikonten seiner konservativen UMP angekündigt – wenn ein Gesetz verabschiedet wird, das auch von anderen Parteien dasselbe verlange. Zudem verlangte er auch von den Chefs großer Medienhäuser die Offenlegung ihrer Einkünfte. Ein Magazin hatte Copé vorgeworfen, im Wahlkampf 2012 die PR-Firma von Vertrauten begünstigt zu haben.

EU warnt vor Zuwanderungsquoten

Der Schweizer Volksentscheid für eine Begrenzung der Zuwanderung sorgt in weiter für Zündstoff. Beim Treffen der EU-Innenminister in Brüssel warnte die österreichische Innenministerin Johanna Mikl-Leitner die Schweiz vor den geplanten Ausländerquoten: „Quoten wären falsch.“ Es gehe nicht, dass die Schweiz die Vorteile des Binnenmarktes genieße, ohne EU-Ausländern freies Recht auf Wohnen und Arbeiten zu gewähren, sagte Mikl-Leinter.

Islamistensekte ermordet erneut 80 Menschen

Der blutige Terror der Islamistensekte Boko Haram in Nigeria geht unvermindert weiter. Bei einer erneuten schweren Attacke sind im Bundesstaat Borno offenbar mehr als 80 Menschen getötet worden. Mitglieder der Boko Haram hätten in der Nacht zum Montag das Dorf Mafa, etwa 40 Kilometer von der Stadt Maiduguri entfernt, mit Maschinengewehren, Sprengstoff und Raketenwerfern angegriffen. Die Täter hätten wahllos getötet, hieß es.