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Darmstädter CDU bricht mit Charles M. Huber

Die Zusammenarbeit zwischen dem Bundestagsabgeordneten und Ex-Krimi-Schauspieler Charles M. Huber und der Darmstädter CDU ist beendet.

„Wir haben seit der Bundestagswahl keinen gemeinsamen Weg gefunden“, sagte Darmstadts CDU-Kreisvorsitzender Ctirad Kotoucek am Montag und bestätigte damit entsprechende Berichte. Kotoucek sagte, der aus Bayern kommende Huber sei unter anderem zu wenig vor Ort präsent. Für sein Mandat habe die Entscheidung keine Auswirkungen. Die CDU Darmstadt fühle sich von benachbarten Bundestagsabgeordneten gut vertreten.

Huber ist mit der Rolle des Kommissars Henry Johnson in ZDF-Krimiserie „Der Alte“ bekanntgeworden, die er bis 1997 inne hatte. Bei der Bundestagswahl verlor er zwar als Direktkandidat gegen Brigitte Zypries (SPD). Er schaffte aber über die CDU-Landesliste den Sprung ins Parlament. Schon damals hatte es Reibereien zwischen ihm und der Darmstädter CDU gegeben. Dabei hatte Huber nach seiner Wahl in den Bundestag bekundet, sich jetzt für seine neue Wahlheimat starkmachen zu wollen. Das sei das, „was der Wähler erwartet“. Huber war in früheren Zeiten Mitglied der SPD. Die gesellschaftspolitische Öffnung der CDU unter der Parteivorsitzenden Angela Merkel sei „ein Grund, warum ich jetzt in der Union bin“, sagte er. Huber wurde 1956 in München als Sohn eines Senegalesen und einer Deutschen geboren. Er ist neben dem SPD-Politiker Karamba Diaby aus Halle der erste Abgeordnete mit schwarzer Hautfarbe.

Was den Streit mit der CDU Wiesbaden betrifft, so geht Huber inzwischen zum Gegenangriff über: Die Partei blockiere seine Mitarbeit an der Umwandlung von ehemaligen US-Militärflächen, sagte der 57-Jährige in einer Stellungnahme.