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Iran: Kultusminister fordert Lockerung der Internetzensur ++ Syrien: Entführter spanischer Journalist freigelassen ++ Afghanistan: Autobombe explodiert zu früh und tötet Bombenbauer ++ Thailand: Keine Gewalt bei Nachwahlen in fünf Provinzen ++ Kuwait: Regierender Emir wurde in den USA operiert

Kultusminister fordert Lockerung der Internetzensur

Die iranische Regierung will die Zensur im Internet lockern. Die Gesetze sollten der Zeit angepasst werden, sagte Kultusminister Ali Dschanati. Im Iran sind Tausende von Internetseiten gesperrt, darunter die beiden sozialen Netzwerke Twitter und Facebook. Fast alle Iraner jedoch verschaffen sich über Umwege einen Zugang. Alle Bemühungen der Regierung, die Verbote aufzuheben, wurden bisher vom Klerus und von der konservativen Opposition blockiert. Der Minister sagte, Millionen von Iranern schauten auch ausländische Fernsehsender, obwohl dies verboten sei. Die absurden Gesetze müssten revidiert werden.

Entführter spanischer Journalist freigelassen

Ein halbes Jahr nach seiner Entführung in Syrien ist der spanische Journalist Marc Marginedas wieder frei. Die Zeitung „El Periódico“ teilte am Sonntag mit, der Reporter habe in der Nacht zum Sonntag die Grenze in die Türkei passiert. Der Reporter war am 4. September von Dschihadisten eines Al-Qaida-Ablegers verschleppt worden. Danach sei er mehrfach zu anderen Orten gebracht worden, so die Zeitung. Die Extremisten hatten Marginedas der Spionage für den Westen bezichtigt. Der spanische Journalistenverband hofft auf einen ähnlichen Ausgang für zwei weitere entführte spanische Journalisten.

Autobombe explodiert zu früh und tötet Bombenbauer

Im Osten Afghanistans sind mindestens 13 Menschen beim Bau einer Autobombe getötet worden. Nach Polizeiangaben wurden in der Provinz Logar am Sonntag neun Taliban-Kämpfer sowie zwei Frauen und zwei Kinder getötet, als die Aufständischen Sprengstoff in einem Fahrzeug deponierten. Der sei jedoch vorzeitig explodiert. Das ganze Haus sei zerstört worden, niemand darin habe überlebt. Nach Behördenangaben wollten die radikalislamischen Taliban mit der Bombe vermutlich den Präsidenten-Wahlkampf stören. Der gilt als richtungsweisend für die Zukunft des Landes angesichts des Nato-Abzugs.

Keine Gewalt bei Nachwahlen in fünf Provinzen

In Thailand sind Nachwahlen in fünf Provinzen friedlich verlaufen. Berichte über Gewalt gab es am Sonntag nicht. Der Wahlkommission zufolge gab es zwar einige Demonstranten, die in der Provinz Phetchaburi ihrem Unmut mit Pfeifkonzerten Luft machten. Sie hinderten die Wähler aber nicht an der Stimmabgabe. Bei der Parlamentswahl am 2. Februar hatten Regierungsgegner das Votum durch Blockaden gestört, so dass in 18 von 77 Provinzen eine Nachwahl nötig wurde. Da noch weitere Wahlen in anderen Provinzen nötig sind, dürften gültige Ergebnisse noch lange auf sich warten lassen.

Regierender Emir wurde in den USA operiert

Der regierende Emir von Kuwait, Scheich Sabah al-Ahmed al-Dschabir as-Sabah, hat sich erfolgreich einer Operation in den USA unterzogen, wie sein Büro am Sonntag mitteilte. Es habe sich um einen kleinen Eingriff gehandelt, dem routinemäßig durchgeführte medizinische Tests vorausgegangen seien. Details zur Art der Operation sowie zum genauen Ort des Eingriffs wurden nicht mitgeteilt. Es werde erwartet, dass der Emir nach einer Phase der Genesung aus dem Krankenhaus entlassen werde. Der Emir ist 84 Jahre alt und seit Januar 2006 Oberhaupt des ölreichen Staates am Persischen Golf.