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Korruption und Vermögen

Reform Mitte Februar hat das türkische Parlament (nach einer Schlägerei) einer Justizreform zugestimmt, die es der Regierung um Recep Tayyip Erdogan ermöglicht, Einfluss auf die Wahl von Richtern und Staatsanwälten zu nehmen. Der Reformvorschlag kam, als die Justiz gegen seine zwei Söhne und weitere Personen aus seinem Umfeld wegen Korruption zu ermitteln begann.

Grundstücke So wurde etwa bekannt, dass die von Erdogans Sohn Bilal geleitete Stiftung „Turgev“ zur Förderung von Privatschulen unter Vermittlung der Erdogan-Partei AKP Grundstücke erhielt, ohne dafür zu bezahlen. Das ist ein starker Hinweis auf Korruption. Zu den ebenfalls Korruptionsverdächtigen gehören die Söhne des Innen-, Europa-, Wirtschafts- und Umweltministers.

Immobilien Ein weiteres Detail betrifft die fünf Villen in Istanbul im Wert von 35 Millionen Dollar, in dem Erdogan lebt. Er sei dort Mieter seiner Söhne, so ein Sprecher. Woher die das Geld für den Erwerb der Häuser haben, ist unklar. Nach dem Studium in den USA wurden drei der vier Kinder Erdogans Unternehmer. Sie verdienen ihr Geld unter anderem mit Kosmetik, Schifffahrt und Juwelen.