Verhandlungen

Atomgespräche mit dem Iran gehen in die nächste Runde

Im Atomkonflikt mit dem Iran haben die Verhandlungspartner wichtige Weichen für eine umfassende Lösung gestellt.

Der Fahrplan für weitere Gespräche und ihre wesentlichen Diskussionspunkte stehen fest, wie die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton und der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif am Donnerstag zum Ende dreitägiger Verhandlungen in Wien berichteten. Die nächste Runde ist vom 17. März bis voraussichtlich 20. März erneut in Wien geplant.

Das Treffen jetzt sei „sehr produktiv“ gewesen, sagte Ashton. „Wir hatten einen guten Start“, auch wenn noch viel zu tun bleibe. Einzelheiten zu konkreten Inhalten wurden nicht genannt. Bis Juni soll es regelmäßige Treffen der fünf UN-Vetomächte sowie Deutschlands (5+1-Gruppe) mit dem Iran geben. Ziel ist ein umfassendes Abkommen, das der internationalen Gemeinschaft die Sicherheit gibt, dass der Iran keine Atombombe baut. Teheran wiederum möchte möglichst alle Wirtschaftssanktionen aufgehoben sehen.

Derweil berichtet die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA), der Iran halte sich an die Vereinbarungen des Genfer Zwischenabkommens zur Begrenzung seines Atomprogramms. Das Land habe die Urananreicherung über fünf Prozent eingestellt, seine Bestände an hoch angereichertem Uran verringert und keine weiteren Arbeiten am umstrittenen Schwerwasserreaktor Arak vorgenommen, geht aus dem Zwischenbericht der Behörde hervor. Dies seien „positive Schritte“.