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Deutschland: Bundeswehr verzichtet auf 37 Eurofighter ++ Thailand: Richter verweisen Regierung in ihre Schranken ++ Libanon: Selbstmordanschlag mit mehreren Toten in Beirut ++ Großbritannien: Blair wollte Murdoch im Abhörskandal beraten

Bundeswehr verzichtet auf 37 Eurofighter

Deutschland wird nach Angaben aus Verteidigungskreisen die letzte Teillieferung von Eurofighter-Kampfflugzeugen nicht abnehmen. Verteidigungsstaatssekretär Stephane Beemelmans habe am Mittwoch im Verteidigungsausschuss erklärt, dass die letzten 37 Kampfflugzeuge gestrichen seien, hieß es in Kreisen des Ausschusses. Dem Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus entgeht damit ein milliardenschweres Geschäft. 2011 waren die Kosten für einen einzigen Eurofighter der ersten Teillieferung auf 57 Millionen Euro beziffert worden. Ursprünglich sollte die Bundeswehr 180 Eurofighter erhalten.

Richter verweisen Regierung in ihre Schranken

Die thailändische Regierung darf auf richterliche Anordnung nicht mehr mit Gewalt gegen Demonstranten vorgehen, die den Rücktritt von Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra fordern. Das Zivilgericht urteilte weiter, dass einige Anweisungen Yingluck Shinawatras und der von ihr unter einem Notstandserlass eingerichteten speziellen Sicherheitskommandozentrale illegal seien, weil sie von der Verfassung garantierte Rechte der Demonstranten verletzen. Das Gericht wies auch eine Forderung der Demonstranten zurück, den am 21. Januar ausgerufenen Notstand aufzuheben.

Selbstmordanschlag mit mehreren Toten in Beirut

Der Libanon versinkt immer tiefer im Strudel des syrischen Bürgerkrieges. Bei verheerenden Bombenanschlägen kamen in der Hauptstadt Beirut acht Menschen ums Leben. Mehr als 100 Menschen wurden nach Angaben von Gesundheitsminister Wael Abu Faur verletzt, als zwei Selbstmordattentäter in dem südlichen Schiiten-Viertel Bir Hassan kurz hintereinander zwei Autobomben zündeten. Die Terroristen rissen laut Augenzeugen einen Polizisten und vier Zivilisten mit in den Tod. Eine weitere Person erlag wenig später ihren Verletzungen. Bir Hassan gilt als Hochburg der pro-iranischen Hisbollah-Bewegung.

Blair wollte Murdoch im Abhörskandal beraten

Der frühere britische Premierminister Tony Blair hat sich offenbar inmitten des Abhörskandals um Zeitungen des Medienmoguls Rupert Murdoch als dessen inoffizieller Berater angeboten. Das geht aus einer E-Mail hervor, die am Mittwoch im Prozess gegen Murdochs damalige Verlagsleiterin Rebekah Brooks verlesen wurde. Darin schrieb Brooks im Juli 2011 an Murdochs Sohn James, sie habe Blair um einen Rat gebeten und dieser habe erklärt, er würde für sie und Murdoch als inoffizieller Berater zur Verfügung stehen. „Aber das muss unter uns bleiben“, betonte sie. Wenige Tage darauf wurde Brooks verhaftet.