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Todesfall: CDU-Politiker Horst Eylmann gestorben ++ Thüringen: Festnahmen nach Überfall von Rechtsextremen

CDU-Politiker Horst Eylmann gestorben

Der CDU-Politiker Horst Eylmann ist tot. Seine Familie bestätigte am Sonnabend Medienberichte, wonach er im Alter von 80 Jahren gestorben sei. Eylmann war von 1983 bis 1998 Bundestagsabgeordneter für den niedersächsischen Wahlkreis Stade und davon sechs Jahre Vorsitzender des Rechtsausschusses. Nach der Wende 1989 hatte er den Vorsitz im Ausschuss zur Aufklärung der Affäre um den DDR-Devisenbeschaffer Alexander Schalck-Golodkowski inne. Eylmann galt als Kritiker des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl. In Stade war der Politiker auch lange Bürgermeister. Die Stadt ernannte ihn später zum Ehrenbürger. Wegen einer Alzheimer-Erkrankung hatte sich Eylmann in den vergangenen Jahren zurückgezogen.

Festnahmen nach Überfall von Rechtsextremen

Eine Woche nach dem brutalen Überfall von Rechtsextremen auf eine Kirmesgesellschaft im thüringischen Ballstädt hat die Polizei vier Männer festgenommen. Es werde nun ein Antrag auf Haftbefehl gegen die Beschuldigten geprüft, sagte Anette Schmitt-ter Hell von der Erfurter Staatsanwaltschaft am Sonnabend. Zuvor war bei einer Razzia neues Beweismaterial sichergestellt worden. Beamte hatten am Sonnabend neben einem Haus mit Bewohnern der rechten Szene in Ballstädt noch vier weitere Privatwohnungen in Thüringen durchsucht. Eine Gruppe von bis zu 20 Rechtsextremen hatte in der Nacht zum 9. Februar eine Kirmesfeier in Ballstädt überfallen und dabei zehn Menschen verletzt.