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Italien: Silvio Berlusconi wegen Bestechung vor Gericht ++ China: Peking und Taipeh reden wieder miteinander ++ Ukraine: Haftbedingungen für Timoschenko bleiben hart ++ USA: Parlament für Anhebung der Schuldenobergrenze ++ Vatikan: Franziskus würdigt Benedikts „Mut und tiefe Demut“

Silvio Berlusconi wegen Bestechung vor Gericht

Der frühere italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi muss sich seit Dienstag wegen Bestechung vor einem Gericht in Neapel verantworten. Ihm wird vorgeworfen, einen Senator für drei Millionen Euro zum Seitenwechsel bewogen und so 2008 die Regierung von Romano Prodi zu Fall gebracht zu haben, um selbst an die Macht zu kommen. Berlusconi bestreitet die Vorwürfe. Der 77-Jährige ist bereits wegen Steuerbetrugs rechtskräftig verurteilt und hat sein eigenes Senatsmandat verloren.

Peking und Taipeh reden wieder miteinander

China und Taiwan haben am Dienstag Gespräche auf dem bisher höchsten diplomatischen Niveau seit ihrem Bruch vor 65 Jahren aufgenommen. In der ostchinesischen Stadt Nanjing trafen Taiwans Chefunterhändler Wang Yu-chi, auf der Insel zuständiger Minister für die Beziehungen zum Festland, und sein chinesischer Amtskollege Zhang Zhijun zusammen. Beobachter bezeichneten das Treffen als Meilenstein, da China die faktische Souveränität Taiwans weiterhin nicht anerkennt.

Haftbedingungen für Timoschenko bleiben hart

Die Haftbedingungen der früheren ukrainischen Regierungschefin Julia Timoschenko werden nicht gelockert. Das entschied ein Gericht im ostukrainischen Charkow, wo die Oppositionspolitikerin im Gefängnis sitzt. Timoschenkos Anwälte hatten verlangt, dass Timoschenko unbegrenzt telefonieren, mehr Besuch bekommen und tagsüber gelegentlich nach draußen gehen darf. Die Strafvollzugsbehörden lehnten das ab, das Gericht schloss sich ihnen an.

Parlament für Anhebung der Schuldenobergrenze

Das US-Repräsentantenhaus hat einer Anhebung der gesetzlichen Schuldenobergrenze bis zum 15. März 2015 zugestimmt. Das überraschend von der republikanischen Führung eingebrachte Gesetz passierte die Kongresskammer am Dienstag mit 221 zu 201 Stimmen. Nun muss noch der Senat der Erhöhung zustimmen, allerdings gilt dies wegen der dortigen Mehrheit der Demokraten von Präsident Barack Obama als praktisch sicher.

Franziskus würdigt Benedikts „Mut und tiefe Demut“

Papst Franziskus hat seinen Vorgänger Benedikt am Jahrestag von dessen Rücktrittsankündigung als „einen Mann großen Mutes und tiefer Demut“ gepriesen. Über den Kurznachrichtendienst Twitter rief Franziskus am Dienstag dazu auf, „mit mir zusammen für Seine Heiligkeit Benedikt XVI. zu beten.“ Am 11.Februar 2013 hatte Joseph Ratzinger überraschend mitgeteilt, den Stuhl Petri verlassen zu wollen, den er seit 19.April 2005 inne hatte.