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Russland: Behörden schränken Online-Währung Bitcoin ein ++ Spanien: Tausende demonstrieren für Recht auf Abtreibung ++ Jemen: Tote bei Selbstmordanschlag auf Ölministerium ++ Tunesien: Polizei nimmt Verdächtigen im Brahmi-Mordfall fest ++ Syrien: Mehr als 600 Menschen aus Homs befreit

Behörden schränken Online-Währung Bitcoin ein

Die russischen Behörden wollen den Einsatz der Internet-Währung Bitcoin einschränken. Deren Verwendung als Parallel-Währung sei illegal, erklärte die Generalstaatsanwaltschaft Ende der Woche. Zusammen mit der Zentralbank würden straffere Vorschriften entwickelt, um Rechtsverstöße mit Ersatz-Währungen zu verhindern. Bürger riskierten mit Bitcoins, in illegale Aktivitäten hineingezogen zu werden, hatte die russische Zentralbank bereits Ende Januar gewarnt.

Tausende demonstrieren für Recht auf Abtreibung

Mit Rufen wie „Freie Abtreibung“ und Plakaten gegen rechtskonservative Abgeordnete und die katholische Kirchehaben am Sonnabend Tausende in Madrid gegen die geplante Verschärfung des Abtreibungsrechts protestiert. Die Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy hat einen Gesetzentwurf beschlossen, der einen Schwangerschaftsabbruch nur noch im Fall einer Vergewaltigung oder bei einer Gesundheitsgefährdung der werdenden Mutter erlaubt.

Tote bei Selbstmordanschlag auf Ölministerium

Ein Selbstmordattentäter hat sich nahe dem jemenitischen Ölministerium in Sanaa mit seinem Fahrzeug in die Luft gesprengt und zwei Passanten mit in den Tod gerissen. Der Terrorist habe vergeblich versucht, durch ein Hintertor zum Ministeriumsgebäude vorzudringen, berichtete eine Webseite des Verteidigungsministeriums. Im Jemen kommt es immer wieder zu Anschlägen. Die Sicherheit im Armenhaus Arabiens ist durch Aufstände, Terrorismus, religiöse und Stammeskonflikte beeinträchtigt.

Polizei nimmt Verdächtigen im Brahmi-Mordfall fest

Sieben Monate nach dem Mord an dem tunesischen Oppositionspolitiker Mohamed Brahmi hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Insgesamt seien bei einem Zugriff nördlich von Tunis vier Personen in Gewahrsam genommen worden, teilte ein Sprecher des tunesischen Innenministeriums am Sonntag mit. „Einer von ihnen ist Ahmed Melki, bekannt als „der Somalier“, der in die Ermordung Mohamed Brahmis verwickelt ist“, sagte der Sprecher der Behörde.

Mehr als 600 Menschen aus Homs befreit

Trotz der brüchigen Waffenruhe haben seit Freitag insgesamt mehr als 600 Menschen die umkämpfte Stadt Homs verlassen können. Diese Zahl nannte der Gouverneur der Provinz Homs, Talal Barrasi am Sonntagabend. Für die Rettung der seit mehr als einem Jahr eingeschlossenen Zivilisten hatten beide Bürgerkriegsparteien unter Vermittlung der UN eine dreitägige Waffenruhe vereinbart. Dennoch schossen am frühen Sonntagmorgen Unbekannte auf Zivilisten, die auf ihre Abfahrt warteten.