Bürgerkrieg

Syrien: Einigung auf Hilfe für das belagerte Homs

Für die Menschen in der belagerten syrischen Großstadt Homs zeichnet sich Hilfe ab.

Der Gouverneur der Stadt sagte am Donnerstag dem staatlichen Fernsehen zufolge, es gebe eine Abmachung mit den Vereinten Nationen (UN), dass Zivilisten aus der Altstadt herausgebracht werden könnten. Die zu großen Teilen von Rebellen besetzte Stadt wird von Regierungstruppen und regierungstreuen Milizen belagert.

„Das ist ein positives Signal“, sagte der russische Außenamtssprecher Alexander Lukaschewitsch am Donnerstag. Nach Angaben seiner Regierung laufen auch Verhandlungen zwischen Regierung und Rebellen, um Hilfsgüter in die Stadt zu lassen. Seinen Informationen zufolge sei bereits eine entsprechende Übereinkunft zwischen der Opposition und der Regierung erreicht worden, sagte der Sprecher in Moskau.

Zuvor hatte auch UN-Generalsekretär Ban Ki-moon gefordert, das Leid der syrischen Zivilbevölkerung zu lindern. Lukaschewitsch betonte, es gebe eine Luftbrücke für humanitäre Hilfe aus dem Irak. Zudem seien am Dienstag rund 40 Tonnen Hilfsgüter nach Kamischli an der Grenze zur Türkei geliefert worden.

Zuvor hatte sich Russland allerdings gegen eine neue Syrien-Resolution der Vereinten Nationen ausgesprochen, die Hilfskräften den Zugang zu hungernden Menschen in den belagerten Gebieten ermöglichen soll. Der russische UN-Botschafter Witali Tschurkin erklärte bei einer Pressekonferenz am Mittwoch, „harte, pragmatische und zielgerichtete Arbeit“ sei notwendig, um die besonderen humanitären Angelegenheiten zu lösen – nicht eine neue Resolution des Sicherheitsrats, die mit großer Sicherheit dazu führen werde, „das Problem zu politisieren“. Es wird erwartet, dass ein vom Westen und den arabischen Staaten getragener Resolutionsentwurf noch in dieser Woche in Umlauf gebracht werden soll.