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Italien: Außenministerin Bonino nimmt Deutschland in Schutz ++ Ungarn: Orban senkt vor der Wahl erneut die Energiepreise ++ Griechenland: Ärzte und Schwestern streiken gegen Entlassungen ++ Spanien: Massenansturm von Flüchtlingen auf Ceuta

Außenministerin Bonino nimmt Deutschland in Schutz

Die italienische Außenministerin Emma Bonino hat Deutschland gegen Kritik verteidigt. „Wer Deutschland für alles verantwortlich macht, sagt nicht nur die Unwahrheit, sondern verhält sich auch ungerecht“, sagte Bonino der „Süddeutschen Zeitung“. Die Kritik, Berlin hemme mit einer rigiden Sparpolitik das Wachstum in den Süd-Staaten, sei „ziemlich kleinlich“. Für die enorme italienische Staatsverschuldung seien weder Europa noch Deutschland, sondern Italien selbst verantwortlich.

Orban senkt vor der Wahl erneut die Energiepreise

Zwei Monate vor der Wahl hat Ungarns Parlament am Donnerstag erwartungsgemäß eine weitere Senkung der Energiepreise beschlossen. Außerdem sollen die Gebühren für bestimmte Bankdienstleistungen gestrichen werden. Der rechtsnationale Ministerpräsident Viktor Orban hatte zuvor gesagt, er wolle wegen der Energiepreissenkungen auch Konflikte mit der EU in Kauf nehmen. 2014 sei „das Jahr des Kampfs gegen die Energiepreise“.

Ärzte und Schwestern streiken gegen Entlassungen

Tausende griechische Kassen- und Krankenhausärzte sind am Donnerstag in einen 24-stündigen Streik getreten. Sie protestieren nach eigenen Angaben gegen die Auflösung des griechischen Gesundheitssystems im Zuge der harten Sparmaßnahmen und geplante Entlassungen. Notfälle würden aber weiter in allen Krankenhäusern behandelt, teilte der Ärzteverband mit. Am Streik nimmt auch das Pflegepersonal der Kliniken teil.

Massenansturm von Flüchtlingen auf Ceuta

Bei einem Massenansturm afrikanischer Flüchtlinge auf die spanische Nordafrika-Exklave Ceuta sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Wie am Donnerstag aus spanischen Polizeikreisen verlautete, waren mehrere Afrikaner auf der Flucht vor der marokkanischen Gendarmerie ins Meer gesprungen und ertrunken. Etwa 400 Flüchtlinge hatten versucht, von marokkanischem Gebiet aus über den Grenzübergang in die zu Spanien gehörende Stadt zu stürmen.