Gesundheit

Ex-Finanzminister Hans Eichel erleidet Schlaganfall

Laut „Bild“-Zeitung soll Ex-Finanzminister Hans Eichel (SPD) zum Jahreswechsel einen Schlaganfall erlitten haben.

„Meine Frau und ich wollten Silvester bei Freunden in Weimar feiern. Vorher bin ich die Treppe hinaufgefallen“, sagte der 72-Jährige dem Blatt.

Zunächst habe er gedacht, dass nichts Schlimmes passiert sei, bis er kurze Zeit später einen starken Schwindel verspürt habe. Der Notarzt brachte Eichel laut „Bild“ ins Krankenhaus. Die Diagnose: Schlaganfall und zwei gebrochene Nackenwirbel. „Das hätte böse enden können“, wurde der Politiker zitiert.

Inzwischen soll es ihm aber schon wieder besser gehen. Wie die Zeitung berichtet, ist er derzeit in Hessen in Reha. „Physiotherapie, Wassergymnastik, Spaziergänge“, beschreibt Eichel seinen Tagesablauf. „Drei Wochen im Krankenhaus schwächen einen gewaltig. Da muss man schlicht trainieren.“ Auch der Geschäftsführer des SPD-Bezirks Hessen-Nord, in dem Eichel als Genosse geführt ist, bekräftigte am Montag, dass bei dem 72-Jährigen keine bleibenden Schäden zu erwarten seien. Eichel sei bereits auf dem Weg der Besserung.

Mögliche Anzeichen für einen Schlaganfall sind eine plötzlich verwaschene Sprache, ein unsicherer Gang, Sehstörung, starke Kopfschmerzen und eine plötzlich auftretende Lähmung oder ein Taubheitsgefühl. Oft treten die Symptome von einem Moment auf den anderen auf.

Die ersten Termine will Eichel ab März wieder wahrnehmen. Der SPD-Politiker war von 1999 bis 2005 Bundesfinanzminister, zuvor Ministerpräsident von Hessen (1991 bis 1999) und Oberbürgermeister von Kassel (1975 bis 1991). Die Krankenakte des Pensionärs ist lang: Eichel erlitt 1996 einen zweifachen Bruch des Fußknöchels beim Schlittenfahren, es folgten mehrere Bandscheibenvorfälle.