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USA/Deutschland: NSA-Affäre: Strafanzeige gegen Bundesregierung ++ Thailand: Regierungsgegner wollen Wahl anfechten ++ Südafrika: Nelson Mandela hinterlässt Erbe von drei Millionen Euro

NSA-Affäre: Strafanzeige gegen Bundesregierung

Der Chaos Computer Club (CCC) und weitere Organisationen haben wegen der NSA-Überwachungsaffäre Strafanzeige gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und das Kabinett wegen verbotener Geheimdiensttätigkeit gestellt. Die Strafanzeige sei bei der Bundesanwaltschaft erstattet worden und richte sich auch gegen Innenminister Thomas de Maizière (CDU) sowie gegen die Leiter der Geheimdienste des Bundes und der Länder, wie die Anwälte Hans-Eberhard Schultz und Claus Förster am Montag in Berlin mitteilten. Der Bundesregierung und den Geheimdiensten wird vorgeworfen, eng mit dem US-Geheimdienst kooperiert zu haben.

Regierungsgegner wollen Wahl anfechten

Die Regierungsgegner in Thailand haben am Montag eine Ausweitung ihrer Proteste in Bangkok angekündigt. Damit wollen sie eine Annullierung der Parlamentswahl vom Sonntag erreichen. Die Wahl hatte ohne die befürchteten Zusammenstöße stattgefunden. Jedoch blockierten die Regierungsgegner hunderte Wahllokale, wie die Wahlkommission mitteilte. Insgesamt 18 Prozent der 48 Millionen Stimmberechtigten waren davon betroffen. Die Wahl muss vielerorts wiederholt werden. Die Demonstranten kündigten an, die Parlamentswahl auf mehreren Ebenen anzufechten.

Nelson Mandela hinterlässt Erbe von drei Millionen Euro

Der gestorbene südafrikanische Nationalheld Nelson Mandela hat ein Erbe im Wert von etwa 46 Millionen Rand (3,1 Millionen Euro) hinterlassen. 1,5 Millionen Rand gingen an die Familien-Stiftung, berichtete der Vizepräsident des Obersten Gerichts, Dikgang Moseneke in Johannesburg. Neun Mitarbeiter Mandelas bekommen demnach jeweils 50.000 Rand, sechs Bildungseinrichtungen erhalten jeweils 100.000 Rand. Mandela hat nach den Worten Dikgang Mosenekes auch seine Kinder, Enkel und Großenkel im Testament bedacht.