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Kindergeld bleibt unverändert

Anhebung Die Große Koalition erwägt, zugunsten von Geringverdienern auf eine Anhebung des Kindergeldes zu verzichten. Über einen entsprechenden Plan von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) werde nun mit Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) beraten, sagte SPD-Fraktionsvize Carola Reimann am Mittwoch in Berlin. Ziel sei es, anstelle der allgemeinen Erhöhung für alle Familien eher den Zuschlag für Geringverdiener auf 20 Euro pro Kind heraufzusetzen.

Freibeträge Hintergrund ist, dass die Bundesregierung die Kinderfreibeträge bei der Einkommensteuer anheben muss, und zwar um 72 Euro auf insgesamt 7080 Euro. Verknüpft damit ist aber gewöhnlich eine Erhöhung des Kindergeldes. Würde es in gleicher Höhe heraufgesetzt, müsste es pro Kind um zwei bis drei Euro pro Monat steigen. Für die ersten beiden Kinder würde es dann je 186 Euro betragen. „Zwei bis drei Euro höheres Kindergeld unterstützen niemanden“, sagte Reimann.

Geringverdiener Die Fachpolitiker der SPD träten daher dafür ein, mit dem Geld gezielt Familien mit geringem Einkommen zu helfen. Ein höherer Kinderzuschlag stoße auch bei den Koalitions-Familienpolitikern insgesamt auf Zustimmung. Das Familienministerium wollte die Pläne nicht kommentieren.