Frankreich

François Hollande tilgt die Spuren von Valérie Trierweiler

Nur wenige Tage, nachdem der französische Staatspräsident François Hollande die Trennung von seiner Lebensgefährtin Valérie Trierweiler bekannt gegeben hat, beginnt das „Aufräumen“ auf der offiziellen Internet-Seite des Élysée-Palastes.

Dort wurden jetzt sämtliche Hinweise auf die Aktivitäten Trierweilers gelöscht.

19 Monate, in denen die Première Dame an der Seite des Staatschefs oder in eigener Mission an mehr als 130 offiziellen Auftritten teilgenommen hatte, sind spurlos aus der Chronik verschwunden. Mehr als 600 Fotos und die Texte ihrer Reden sind gelöscht. Dabei hatte Trierweiler durchaus Gehaltvolles von sich gegeben. So hatte sie beispielsweise vor den Vereinten Nationen in New York eine Rede zu sexueller Gewalt in militärischen Konflikten gehalten. Auch das: verschwunden.

Der Staatspräsident hatte sich nach Trennungsgerüchten zunächst geweigert, eine Erklärung abzugeben. Dann jedoch, am 25. Januar, erfolgte eine bemerkenswert lapidare und einseitige Erklärung über die Presseagentur AFP: „Ich teile mit, dass ich das gemeinsame Leben mit Valérie Trierweiler beendet habe.“ Eine ganz und gar uncharmante Formulierung, findet beispielsweise die konservative Politikerin Nathalie Kosziusko-Morizet. Sie verglich diese Art von Text treffend mit einem „Entlassungsschreiben.“