Rüstungsgeschäfte

USA liefern Waffen an syrische Rebellen

Die USA liefern nach Informationen aus Sicherheitskreisen Waffen an syrische Rebellen im Süden des Landes.

Die Finanzierung der Rüstungslieferungen sei vom US-Kongress in geheimen Abstimmungen gebilligt worden. Zu den Waffen, die über Jordanien an nicht-islamistische Rebellen geschickt werden, gehören den Informationen zufolge Infanteriewaffen, aber auch Panzerabwehrraketen. Tragbare Luftabwehrraketen, die von der Schulter abgefeuert werden können, sollen nicht zu den Lieferungen gehören. Im vergangenen Jahr hatte der US-Kongress Waffenlieferungen an syrische Rebellen noch blockiert. Die Abgeordneten befürchteten, die Waffen könnten in die Hände islamischer Extremisten geraten.

Der Bürgerkrieg in Syrien steckt in einer Pattsituation. Weder die Truppen von Präsident Baschar al-Assad noch die Rebellen sind in der Lage, ihre Gegner entscheidend zu schlagen. Diese Lage könnte nach Einschätzung von Experten noch längere Zeit anhalten.

Die Genfer Verhandlungen der syrischen Konfliktparteien sind am Dienstag unterbrochen worden. Ein für den Nachmittag anberaumtes Treffen sei abgesagt worden, bestätigte eine UN-Sprecherin. Nach Angaben aus Oppositionskreisen hatte die Regierungsseite mehr Zeit zur Abstimmung über weitere Vorschläge für die Gestaltung der politischen Zukunft des Landes gefordert.

Ein Sprecher der Syrischen Nationalen Koalition sagte, man wolle erst prüfen, was Damaskus vorzuschlagen habe. Zuvor hatten Regierungsvertreter einen von den Rebellen geforderten Rücktritt von Präsident Baschar al-Assad kategorisch abgelehnt. Am Dienstag sollte es um Möglichkeiten zur Bildung einer Übergangsregierung gehen. Ein Positionspapier der Regierung war von der Opposition abgelehnt worden, weil darin keine Möglichkeit einer provisorischen Regierung angesprochen wurde.