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Türkei: Erdogan legt umstrittene Justizreform teilweise auf Eis ++ Frankreich: Valérie Trierweiler reist nach Indien ++ Dänemark: Bodenschätze Grönlands reichen nicht für Autonomie ++ Pakistan: Brite wegen Blasphemie zum Tode verurteilt

Erdogan legt umstrittene Justizreform teilweise auf Eis

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat nach Einwänden der EU und von Staatspräsident Abdullah Gül eine umstrittene Justizreform teilweise auf Eis gelegt. Von einer vollständigen Abkehr von dem Projekt könne aber keine Rede sein, sagte Erdogan am Freitag laut der Nachrichtenagentur Anadolu. Er wolle eine Einigung mit der Opposition, um die Reform durch eine Verfassungsänderung auf eine breite Grundlage zu stellen.

Valérie Trierweiler reist nach Indien

Nach ihrem Klinikaufenthalt reist Frankreichs First Lady kommende Woche nach Indien. Dort will Valérie Trierweiler ein Elendsviertel und eine Klinik besuchen. Die Hilfsorganisation Action Against Hunger teilte am Freitag mit, Trierweiler habe die Reise nicht abgesagt. Trieweiler war eines Nervenzusammenbruchs in einem Krankenhaus behandelt worden, nachdem das Boulevardmagazin „Closer“ von einer Affäre von Präsident François Hollande mit einer Schauspielerin berichtet hatte.

Bodenschätze Grönlands reichen nicht für Autonomie

Unabhängigkeit von Dänemark kann sich Grönland trotz seiner reichhaltigen Bodenschätze derzeit nicht leisten. Das geht aus einem unabhängigen Expertenbericht hervor, der am Freitag veröffentlicht wurde. Die Mineralien und Ölvorkommen vor der Küste könnten die Abhängigkeit der spärlich bevölkerten Insel von dänischen Zuschüssen verringern, sie aber nicht komplett wettmachen. Das halbautonome Grönland erhielt 2013 von Dänemark umgerechnet 442 Millionen Euro.

Brite wegen Blasphemie zum Tode verurteilt

Ein Gericht in Pakistan hat einen psychisch kranken Briten wegen Blasphemie zum Tode verurteilt. Der Mann sei 2010 in der Stadt Rawalpindi festgenommen worden, weil er behauptet habe, der Prophet Mohammed zu sein, sagte Staatsanwalt Javed Gul am Freitag. Das Urteil wurde demnach am Donnerstag verhängt. Sarah Belal vom Justice Project Pakistan kündigte allerdings einen Einspruch gegen das Urteil an. Der Mann sei psychisch krank.