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Syrien: UN-Vermittler bemühen sich um Fahrplan für Gespräche ++ Russland: Partner von Chodorkowski kommt frei ++ Thailand: Regierung verschärft Ausnahmezustand ++ Zentralafrika: Christen plündern muslimische Läden

UN-Vermittler bemühen sich um Fahrplan für Gespräche

In der Syrien-Krise bemühen sich UN-Vermittler um einen Fahrplan für die geplanten Friedensverhandlungen zwischen den Konfliktparteien. Der Sondergesandte der UN und der Arabischen Liga, Lakhdar Brahimi, wollte in der Schweiz in getrennten Gesprächen mit Vertretern der Regierung Assad und der Opposition beraten. Von Freitag an sind Verhandlungen in Genf geplant. Ein Hauptstreitpunkt ist die Bildung einer syrischen Übergangsregierung.

Partner von Chodorkowski kommt frei

Die russische Justiz legt im Fall um den inzwischen begnadigten früheren Öl-Magnaten Michail Chodorkowski nach. Zwar ordnete das Oberste Gericht am Donnerstag die Freilassung seines früheren Geschäftspartners Platon Lebedew an, doch Chodorkowskis Steuerschuld in Höhe von 17 Milliarden Rubel (etwa 370 Millionen Euro) bleibt bestehen. Dies dürfte den einst reichsten Mann Russlands dauerhaft an einer Rückkehr in seine Heimat hindern.

Regierung verschärft Ausnahmezustand

Gut eine Woche vor den geplanten Wahlen will die thailändische Regierung den Ausnahmezustand in der Hauptstadt Bangkok und Umgebung verschärfen. So sollen Demonstrationen an bestimmten Orten verboten werden, sagte der zuständige Minister Chalerm Yoobamrung nach Angaben des Senders PBS. Kurz zuvor hatte die Regierung erneut einen Dialog mit den Regierungsgegnern angeboten, die seit Wochen gegen sie demonstrieren. Doch schließt die Protestführung jeden Dialog aus.

Christen plündern muslimische Läden

Am Tag der Amtseinführung von Übergangspräsidentin Catherine Samba-Panza ist es in der Zentralafrikanischen Republik zu Ausschreitungen gekommen. In der Hauptstadt Bangui plünderten Christen Läden und Häuser von Muslimen. Samba-Panza sollte am Donnerstag ihren Amtseid ablegen. Die Wahl der von beiden Konfliktparteien respektierten Christin sollte den Friedensprozess voranbringen. Doch die Gewalt zwischen christlichen und muslimischen Milizen dauert an.