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Viel Ehre

Abschied Zu den Trauerfeierlichkeiten für Ariel Scharon werden Politiker aus aller Welt erwartet. Für die Bundesregierung nimmt Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) teil. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) würdigte vor allem Scharons Kehrtwende gegenüber den Palästinensern. Mit seiner mutigen Entscheidung, die israelischen Siedler aus dem Gazastreifen abzuziehen, habe Scharon einen „historischen Schritt auf dem Weg zu einem Ausgleich mit den Palästinensern und zu einer Zwei-Staaten-Lösung“ getan.

Aussöhnung Auch der britische Premierminister David Cameron und Frankreichs Präsident François Hollande hoben Scharons Verdienste auf dem Weg zu einer Aussöhnung mit den Palästinensern hervor. US-Präsident Barack Obama erklärte, die USA würden sich weiter intensiv für eine Zwei-Staaten-Lösung einsetzen. Zugleich bekräftigte er die Sicherheitsgarantie der USA für Israel.

Unerbittlich Dagegen feierte die radikal-islamische Hamas im Gazastreifen den Tod des einstigen Feldherrn. Scharon wird von Arabern vor allem wegen eines Massakers verachtet, das christliche Milizen 1982 in libanesischen Flüchtlingslagern unter den Augen der israelischen Besatzer an Hunderten Zivilisten verübten. Scharon musste deswegen als Verteidigungsminister zurücktreten.