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Israel: Neue Wohnungen in Palästinensergebiet geplant ++ Syrien: Heftige Kämpfe zwischen Dschihadisten und Rebellen ++ Zentralafrika: Regierungschef und Präsident legen Amt nieder

Neue Wohnungen in Palästinensergebiet geplant

Israel hat am Freitag den Neubau von 1400 Wohnungen in Gebieten angekündigt, die die Palästinenser für ihren künftigen Staat beanspruchen. Davon sollen 800 im Westjordanland und 600 in Ostjerusalem entstehen, wie die Regierung mitteilte. Über die Pläne war zuvor spekuliert worden, nachdem die Freilassung von 26 palästinensischen Häftlingen Kritik ausgelöst hatte. Die neuen Siedlungspläne könnten Kräfte in Israel beschwichtigen, die Zugeständnisse an die Palästinenser ablehnen, schaffen aber neuen Zündstoff für die laufenden Friedensverhandlungen.

Heftige Kämpfe zwischen Dschihadisten und Rebellen

Al-Qaida-nahe Dschihadisten und andere Rebellengruppen haben sich am Freitag in Syrien heftige Gefechte um strategisch wichtige Regionen geliefert. Die Gruppierung Islamischer Staat im Irak und der Levante (ISIL) sei in der von ihr zu großen Teilen kontrollierten nordostsyrischen Stadt Raka weiter vorgerückt, teilte ein Aktivist mit. Hingegen hätten Aufständische in Idlib und Aleppo Boden gut gemacht, wo es „praktisch keine ISIL-Stützpunkte mehr“ gebe. Mehrere Gruppen hatten am Wochenende Offensiven gegen ISIL gestartet.

Regierungschef und Präsident legen Amt nieder

Unter dem Druck der Nachbarstaaten haben Präsident Michel Djotodia und Regierungschef Nicolas Tiangaye in der krisengeplagten Zentralafrikanischen Republik die Macht abgegeben, wie am Freitag in der tschadischen Hauptstadt N'Djamena mitgeteilt wurde. Dem nach einem Putsch im März an die Macht gelangten Djotodia war vorgeworfen worden, den erbittert ausgetragenen Konflikt in seinem Land nicht in den Griff zu bekommen. Ein Fünftel der Bevölkerung des Landes, eine Million Menschen, ist auf der Flucht.