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Libanon: Mindestens fünf Tote bei Bombenanschlag in Beirut ++ Türkei: Gericht lehnt Freilassungen in Korruptionsaffäre ab ++ Flüchtlinge: Italien und Griechenland retten Hunderte aus Booten ++ China: Peking kritisiert Freilassung von uigurischen Gefangenen

Mindestens fünf Tote bei Bombenanschlag in Beirut

Bei einem Autobombenanschlag in der libanesischen Hauptstadt Beirut sind am Donnerstag fünf Menschen getötet worden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden zudem mehr als 20 Menschen verletzt. Der Anschlag ereignete sich dem Fernsehsender der schiitischen Hisbollah-Miliz zufolge in dem dicht bewohnten Bezirk Haret Hreik. Die Region gilt als Hochburg der islamistischen Bewegung. Bereits am Freitag vergangener Woche erschütterte ein Autobombenanschlag Beirut. Sieben Menschen kamen ums Leben, unter ihnen der frühere Finanzminister Mohammed Schatah.

Gericht lehnt Freilassungen in Korruptionsaffäre ab

Ein Gericht in Istanbul hat die Freilassung von zehn Beschuldigten in der politisch folgenschweren Korruptionsaffäre des Landes abgelehnt. Damit müssten ein Sohn des zurückgetretenen Innenministers Muammer Güler und ein führender Manager der staatlichen Halkbank in Untersuchungshaft bleiben, berichteten türkische Medien. Anträge auf Freilassung weiterer Beschuldigter würden noch geprüft. Bei den Ermittlungen geht es unter anderem darum, ob die Halkbank gegen Zahlung von Schmiergeld dabei geholfen hat, die internationalen Sanktionen gegen den Iran zu unterlaufen.

Italien und Griechenland retten Hunderte aus Booten

Die italienische Marine hat vor der Küste Siziliens 233 überwiegend afrikanische Flüchtlinge gerettet. Die Menschen seien am späten Mittwochabend bei rauer See aufgenommen und am Donnerstag nach Sizilien gebracht worden, teilte die Marine mit. An Bord des zehn Meter langen Flüchtlingsbootes hätten sich Männer und Frauen aus Eritrea, Nigeria, Somalia, Sambia und Mali befunden. Die griechische Küstenwache hat unterdessen 85 Bootsflüchtlinge gerettet. Das Segelboot der Migranten lief Gefahr, im Sturm und Hagel wenige Seemeilen südwestlich der griechischen Insel Astypalea unterzugehen, so ein Sprecher der Küstenwache. Die meisten Migranten stammten aus Syrien und Afghanistan.

Peking kritisiert Freilassung von uigurischen Gefangenen

Die chinesische Regierung hat die Entlassung von drei Uiguren aus dem US-Lager Guantánamo in die Slowakei scharf kritisiert. Man habe sich um deren Rückführung nach China bemüht, wo die Männer unter Terrorverdacht stünden, erklärte das Außenministerium in Peking. Die Männer stellten nicht nur für China, sondern auch für die Slowakei ein Sicherheitsrisiko dar. Sie waren nach den Anschlägen vom 11. September 2001 unter Terrorverdacht festgenommen und in das Gefangenenlager auf Kuba gebracht worden. Schon 2008 ordnete ein US-Richter ihre Freilassung an.