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Politiker in der Wirtschaft

Eckart von Klaeden (CDU) Nach vier Jahren als Staatsminister im Kanzleramt wechselte der 48-jährige Eckart von Klaeden Anfang November als Leiter der Abteilung Politik und Außenbeziehungen zum Autokonzern Daimler. Der direkte Wechsel sorgte für Kritik, die Berliner Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen wegen des Verdachts der Vorteilsannahme auf.

Gerhard Schröder (SPD) Kurz nach seinem Abschied aus dem Kanzleramt übernahm er 2005 den Aufsichtsratsvorsitz bei der vom russischen Konzern Gazprom dominierten Ostsee-Pipeline Nord Stream. Schröder hatte sich als deutscher Regierungschef sehr für das Projekt eingesetzt.

Thomas Steg (SPD) Schröders langjähriger Vertrauter ist seit Februar 2012 Generalbevollmächtigter des VW-Konzerns für Außen- und Regierungsbeziehungen. Steg war von 2002 bis 2009 stellvertretender Sprecher der Bundesregierung.

Roland Koch (CDU) Der langjährige hessische Ministerpräsident Roland Koch ist seit Mitte 2011 Vorstandschef des Baukonzerns Bilfinger Berger mit seinen fast 67.000 Mitarbeitern.

Dieter Althaus (CDU) Thüringens Ex-Ministerpräsident heuerte im Januar 2010 kurz nach seiner Abwahl beim kanadisch-österreichischen Automobilzulieferer Magna an. Die Opposition kritisierte, dass Magna unter der Regierung Althaus etliche Subventionen erhalten habe.

Hildegard Müller (CDU) Die frühere Kanzleramtsministerin und Vertraute von Kanzlerin Angela Merkel wurde im Oktober 2008 Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Im Kanzleramt war sie für Bund-Länder-Fragen zuständig.