Neujahrsansprache

Putin sagt Terroristen nach Anschlägen den Kampf an

Präsident besucht überraschend Tatort in Wolgograd

Nach den Selbstmordanschlägen im südrussischen Wolgograd hat Präsident Wladimir Putin dem Terrorismus im Land den Kampf angesagt. In seiner Neujahrsansprache kündigte er die „totale Vernichtung“ aller „Terroristen“ an. Am Mittwoch besuchte Putin überraschend den Anschlagsort. Die beiden Angriffe mit insgesamt 34 Toten verurteilte er als „scheußliche Verbrechen“. Die russische Regierung steht wegen der im Februar beginnenden Olympischen Spielen unter Druck.

Der „harte Kampf gegen die Terroristen“ werde bis zu deren „totalen Vernichtung“ fortgesetzt, sagte Putin in seiner Neujahrsansprache aus Chabarowsk im fernen Osten Russlands. „Wir verneigen uns vor den Opfern der schrecklichen Terrorakte.“ Wie auch immer die Verantwortlichen die Anschläge begründeten, es gebe „keine Rechtfertigung für Verbrechen gegen Zivilisten“, sagte Putin, dessen Äußerungen im Staatsfernsehen übertragen wurden. Der Präsident legte an einem der beiden Tatorte einen großen Blumenstrauß nieder.

Dann besuchte er bei den Anschlägen verletzte Opfer in einem Krankenhaus, bevor er sich mit seinen Sicherheitsberatern und den örtlichen Verantwortlichen traf. Außerdem wollte Putin den Chef des Geheimdienstes FSB, Alexander Bortnikow, und Innenminister Wladimir Kolokolzew zum Rapport bitten.

Bei dem ersten Attentat am Eingang eines Bahnhofs des ehemaligen Stalingrad waren am Sonntag 16 Menschen getötet worden, bei der Explosion in einem Bus am Montag gab es 18 Tote. Mehr als 60 Menschen wurden verletzt. Moskau vermutet hinter den Attentaten islamistische Rebellen.