Gewalt

Toter bei Schüssen auf Regierungsgegner in Bangkok

Ein unbekannter Schütze hat am Sonnabend das Feuer auf Regierungsgegner in der thailändischen Hauptstadt Bangkok eröffnet und einen Menschen getötet.

Wie Rettungskräfte weiter mitteilten, wurden drei Menschen verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Demnach ereignete sich der Vorfall nahe dem Regierungssitz. Am Donnerstag waren bei gewalttätigen Unruhen in Bangkok ein Polizist und ein Demonstrant getötet worden. Regierungsgegner hatten zuvor versucht, die Registrierung von Kandidaten für die Parlamentswahl am 2. Februar zu blockieren. Insgesamt wurden nach Behördenangaben mehr als 150 Menschen bei den gewaltsamen Zusammenstößen verletzt.

Unter dem Druck der seit Wochen andauernden Massenproteste hatte Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra vor rund zwei Wochen Neuwahlen angesetzt. Die Regierungsgegner, die vorwiegend aus der städtischen Mittelschicht und den alten Eliten stammen, wollen die Abstimmung aber verhindern, weil sie mit einem Sieg von Yinglucks Puea-Thai-Partei rechnen. Die Regierungsgegner wollen stattdessen einen nicht gewählten „Volksrat“ einsetzen.