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Thailand: Regierungschefin will bis zur Wahl im Amt bleiben ++ Italien: Marine birgt 260 Flüchtlinge aus dem Mittelmeer ++ Russland: Putin schickt Soldaten ins Nordpolarmeer ++ Afghanistan: Karsai: USA führen sich auf wie eine Kolonialmacht

Regierungschefin will bis zur Wahl im Amt bleiben

Thailands Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra will bis zu den Neuwahlen im Februar im Amt bleiben und hat die Opposition eindringlich zum Einlenken aufgerufen. „Ich habe schon so viel nachgegeben, wie ich kann – bitte seid fair“, sagte die sichtlich bewegte Regierungschefin am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in Bangkok. Sie habe „das Parlament aufgelöst, um die Macht an das Volk zurückzugeben“. Die Regierungsgegner in der Hauptstadt müssten ihre „Volksrevolution“ beenden.

Marine birgt 260 Flüchtlinge aus dem Mittelmeer

Mehr als 260 Bootsflüchtlinge sind auf ihrem Weg nach Europa von der italienischen Marine im südlichen Mittelmeer geborgen worden. Die überfüllten Boote der Einwanderer hätten sich am Dienstag 190 Kilometer vor der Küste der Insel Lampedusa in Seenot befunden. Bei den Insassen handele es sich fast ausschließlich um Männer aus Westafrika. Sie sollten in den sizilianischen Hafen Porto Empedocle gebracht werden. Jedes Jahr versuchen Tausende Afrikaner, über das Mittelmeer in die Europäische Union zu gelangen.

Putin schickt Soldaten ins Nordpolarmeer

Im Rennen um riesige Öl- und Gasvorräte in der Arktis hat Kreml-Chef Wladimir Putin die Stationierung von Soldaten im Nordpolarmeer bekräftigt. Die Armee werde im kommenden Jahr Sondereinheiten bilden, die dann zum Schutz russischer Interessen ihren Posten beziehen, sagte Putin. Mehrere Militärstützpunkte auf den Neusibirischen Inseln, die nach dem Ende der Sowjetunion 1991 vernachlässigt wurden, seien bereits wieder gefechtsbereit. „Es geht um die Kontrolle über die gesamte Arktisregion“, sagte Putin.

Karsai: USA führen sich auf wie eine Kolonialmacht

Im Streit über das Sicherheitsabkommen für die Zeit nach 2014 hat der afghanische Präsident Hamid Karsai die USA heftig angegriffen. Die USA führten sich auf wie eine Kolonialmacht und hätten Drohungen aufgebaut, um ihn zur Unterschrift zu zwingen, sagte Karsai der französischen Zeitung „Le Monde“. Die USA drohten sogar damit, einen Bürgerkrieg in Afghanistan anzuzetteln, sagte er. Die USA und die Nato drängen Karsai, das Abkommen rasch zu unterzeichnen. Es soll die Bedingungen für verbleibende Soldaten regeln.